Freitag, 20. März 2009

Spaziergang

Vorgestern unternahm ich einen Spaziergang durch Au. Zuerst schlenderte ich durch die Häuser, als es nacher durch Rebberge hindurchging. Später kam ich durch Wald und Felder. Sofort kamen Kindheitserinnerungen in mir hoch. Dort wo ich aufgewachsen bin, grenzte der Wald direkt an unser Haus und so verbrachte ich manche Stunden spielend im Wald. Es war eine sehr schöne Zeit; man baute Waldhütten, hütete dort Geheimnisse, spielte Verstecken, oder Tannzapfenschlachten. Dies sind nur einige der vielen Eindrücke, welche ich damals erleben und schätzen durfte. Auch an einem Bach kam ich vorbei, und wusste sofort, was ich da wohl als Kind getan hätte... Es ist ein spezielles Gefühl, sich an solche Kindheitsaktivitäten zurückzuerinnern und es erlaubt einem, sich ein wenig vom Alltag abzugrenzen.

Letztendlich war ich durch meinen Spaziergang in Walzenhausen angekommen, wo sich mir ein Bild vom Rheintal bot. Leider war die Sicht nicht so gut, so liessen sich "nur" die umgebenden Gemeinden erkennen.
Bald sah ich die Industriegebiete und wunderte mich, welche grosse Fläche diese Firmen für sich einnehmen und welche Emissionen daraus wohl entstehen würden. Immerhin fand ich doch noch einige grossen Flächen, die unbebaut waren. Diese Gedanken beschäftigten mich nur eine relativ kurze Zeit, denn plötzlich rückte der Bodensee in den Fokus meiner Interessen. Ich sah den Rhein und war sehr überrascht wie weit der Kanal bereits in den Bodensee hineinragte. Dies daher, da er sehr viel Geröll mit sich bringt und so wurde der Kanal künstlich verlängert, damit sich die Ablagerungen nicht alle an der Mündung ansetzen. Diese Thematik beschäftigte mich noch einige Zeit auf dem Rückweg durch den Wald und ich erinnerte mich an den Besuch der "Rheinschauen" im Rahmen der PHSG.
Bald war ich auch schon wieder zu Hause angelangt und war entspannt aber zugleich auch sehr müde. Es wurde mir wohl auch bewusst, dass nun wieder die Arbeit an der Bachelorarbeit auf mich wartete...

Ich bin sehr gerne in der Natur und so gehe ich nach arbeitsintensiven Sequenzen oft nach draussen, um mich zu erholen. Ich kann dort einfach entspannen und Abstand gewinnen. Das Beobachten der Naturgeschehen und das Hören von Klängen der Natur lösen bei mir eine innere Ruhe und ein gewisses Freiheitsgefühl aus. Was wäre, wenn der Gang in die Natur so nicht mehr möglich wäre? Ich möchte es mir gar nicht ausmalen!!

1 Kommentar:

  1. Als Kind gingen wir früher jeden Samstagnachmittag mit meinem Vater bei jedem Wetter in den Wald. Wie du angesprochen hast, kommen auch mir beim Spazieren an diesen bekannten Orten sehr viele lustige und spannende Erinnerungen. Ich denke solche Erfahrungen sind auch für die Nachhaltigkeit sehr zentral, denn sie fördern unser Bewusstsein, unsere Beziehung zur Natur. Es ist aber ganz schön erschreckend, wie viele unserer früheren Spielplätze heute überbauen sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns für die Natur und ihren Raum einsetzen, damit uns diese Naherholungszonen in Feld und Wald erhalten bleiben.

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