Da ich zu Hause auf einem Bauernof lebe und arbeite bin ich sehr oft draussen in der Natur. Aufgrund der Arbeiten auf dem Hof und der Bachelorarbeit der PHSG war es mir nicht möglich einfach so eine Stunde in die Natur zu sitzen, um diese wahrzunehmen. Durch die Arbeit und die Wohnlage bin ich auch so oft in der Natur. Deshalb schildere ich hier meine Erfahrungen, die ich nun seit mehr als 13 Jahren immer wieder mache:
Meine Erfahrungen mit der Natur sind alle durchwegs positiv. Ich bin manchmal, v.a. in den Ferien, stundenlang Draussen und gehe über unsere Weiden oder durch unseren Wald. Obwohl ich dabei am Arbeiten bin, achte ich mich auf die Natur.
Im Winter findet man z.B. überall Spuren im sonst unberührten Schnee, dies weist darauf hin, dass wir viele wilde Tiere um unser Haus herum haben müssen (meist sind es Füchse, Dachse oder Krähen, manchmal auch Rehe, selten Kaninchen).
Im Sommer dagegen könnte man meinen, es sei eine komplett andere Welt. Schon alleine die Geräuschkulisse ist völlig anders. Im Winter hört man nämlich hauptsächlich die Krähen und nachts das Geschrei der Katzen, Füchse und Dachse. Im Frühling kommt nachts das Quaken der Frösche beim Biotop hinzu und tagsüber hört man die ersten Vögel. Gegen den Sommer hin könnte man meinen, dass jemand den Geräuschpegel jeden Tag ein wenig lauter stellt, bis er gegen den Spätsommer wieder abflacht und langsam wieder in die Winterpause zu gehen scheint.
Zu all dem kommen natürlich noch alle Düfte hinzu, die man, v.a. im Sommer wahrnehmen kann. Allerdings ist dies der Albtraum eines jeden Allergikers oder Allegikerin, denn in dieser Zeit lassen die umliegenden Bauern besonders nachts die Heubelüftungen laufen. Alles duftet nach frischem Heu, aber dafür fliegen auch überall Pollen umher. Auch der Duft von Lindenblüten oder Sommerflieder liegen in der Luft, ja selbst das Gras auf der Wiese kann man riechen. Es ist einfach wunderbar. Oftmals hört man Leute über den Geruch der Jauche ausrufen, wenn man aber einige Zeit auf dem Land lebt, so gewöhnt man sich daran. Ich würde diesen Geruch auch nicht als wohlriechend beschreiben=), doch ich muss mich auch nicht halbwegs übergeben, wenn ich ihn rieche.
Dies sind einige Gründe, weshalb ich gerne zu Hause auf dem Hof arbeite. Ich fühle mich dadurch mit der Natur verbunden und kann in und mit ihr agieren. Schon als Kind war ich gerne in der Natur.
Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat insofern mit diesem Bezug etwas zu tun, als dass ich meinen Kindern und Kindeskindern auch diese Erfahrungen ermöglichen will. Auch sie sollen die unverschmutzte Luft geniessen können und auf der unverseuchten Erde bedenkenlos spielen können.
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