Nachhaltige Zukunft

Montag, 11. Mai 2009

Bring- und Hol-Aktion

Die Auswahl der mitzubringenden Gegenständen fiel uns nicht allzu schwer. Viele Dinge lagen zu Hause herum und wurden nicht mehr gebraucht. Früher hatte man daran sicherlich grosse Freude jedoch sind wir alle älter geworden und viele Dinge haben sich angesammelt und verloren dabei ihren Wert. Höchstens der Gedanke daran, welch wertvolle Bedeutung einige der mitgebrachten Gegenstände früher für uns hatten, stimmte uns ein wenig wehmütig. Beim Auwählen der Gegenstände haben wir uns überlegt, von welchen Gegenständen wir uns trennen könnten, die doch für weitere Personen noch von Nutzen oder Gefallen sein könnten.

Das Umhergehen und Tauschen war sehr interessant und lustig. Einige Gegenstände waren für uns komisch, andere erinnerten uns an eigene Erfahrungen. Die Idee, Dinge zu tauschen, finden wir super! Einige Sachen, die für einen keinen Wert mehr haben, gefallen anderen wiederum oder können vom neuen Besitzer verwendet werden, anstatt weggeworfen zu werden, findet der Gegenstand neuen Nutzen.

Dass nicht alle Gegenstände von uns einen neuen Besitzer gefunden haben, ist kein Problem für uns. Immerhin waren wir bereit, uns von dem Gegenstand zu verabschieden, somit sehen wir auch kein Problem damit, wenn die Gegenstände nun im Brockenhaus landen werden.

Wir haben schlussendlich alle mehr mitgebracht, als wir wieder mitgenommen haben. Dies lag wahrscheinlich daran, dass die meisten von uns schon sehr viel "Zeugs" zu Hause haben und nur Gegenstände mitgenommen haben, die sie auch wirklich verwenden können. Ein Mitglied von uns nahm beispielsweise ein Puzzle mit, dass sie ihrer Mutter schenken kann, welche nach einer Operation nun 8 Wochen bettlägerig ist. Sie hofft, der Mutter dadurch eine Freude zu bereiten und ihr somit ein bisschen die Langeweile vertreiben zu können.

Diese Tausch-Aktion kann sicherlich auch sehr gut in der eigenen Klasse oder sogar im ganzen Schulhaus durchgeführt werden. Viele Kinder besitzen Spielsachen, mit denen sie gar nicht mehr spielen und unbenützt in ihren Zimmer liegen. Für andere Kinder sind diese Spielsachen jedoch sicher noch interessant. Dadurch kann man den Kinder vermitteln, dass man Dinge, die man nicht mehr gebrauchen kann, auch weiterverschenken oder tauschen kann und nicht gleich in den Müll werfen muss. Somit kann man anderen Menschen eine Freude bereiten und auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Sonntag, 10. Mai 2009

Aufräumen der Seeanlage Schmerikon


Am Mittwochmorgen war es soweit. Wir (Nadia Malacrida, Marina Glaus & Gabriela Meyer) trafen uns mit Plastikhandschuhen und Müllsäcken bewaffnet am Bahnhof in Schmerikon. Sobald unsere kleine Gruppe komplett war, machten wir uns auf den Weg zur Seeanlage. Von einiger Entfernung aus konnten wir noch keine grosse Verschmutzung feststellen. So fragten wir uns, ob es wohl genügend Arbeit für uns drei Studentinnen geben würde. Sobald wir uns die Seeanlage jedoch ein wenig genauer anschauten, konnten wir sehen, dass viel Müll auf der Wiese liegengeblieben ist. Vor allem Zigarettenstummel, Kaugummi – Papiere und sonstiger „Kleinabfall“ wurde von den Leuten liegengelassen.




Nachdem wir die Wiese vom Abfall befreit hatten, machten wir uns an die Uferanlage. Zwischen den Steinen fanden wir unendlich viel Müll. Im Gegensatz zur Wiese mussten wir hier auch grössere Abfälle wie z.B. Pet – Flaschen, Plastiksäcke usw. einsammeln. Der See war direkt am Ufer teilweise auch sehr dreckig. Uns war es leider aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich, den Müll (Flaschen, Zigarettenstummel) aus dem See zu fischen. So mussten wir uns auf das Reinigen der Steinlandschaft beschränken, was jedoch sehr aufwendig war.





Es ist erstaunlich, wie viel Müll in drei Stunden Arbeit gesammelt wird. Das Wegwerf – Verhalten der Bevölkerung ist wirklich erschreckend. Sehr überrascht waren wir, dass wir trotz den vielen Mülleimern an der Seeanlage derart viel Abfall gefunden haben. Anfangs war die Motivation für das Aufräumen noch relativ gering, doch je mehr Abfall wir fanden, desto eifriger wurden wir. Plötzlich waren wir vollkommen im Aufräum – Fieber. Wo wir anfangs noch angestrengt nach Abfällen suchen mussten, sprangen sie uns mit der Zeit richtig ins Auge. Es ist überraschend, wie die nachhaltige Arbeit jemanden einvernehmen kann. Der Auftrag hat uns schlussendlich definitiv überzeugt und wir können es uns auch vorstellen, mit den Kindern nachhaltige Arbeiten zu verrichten. Denn der Gedanke, etwas für die Umwelt gemacht zu haben, entlöhnt die anstrengende Arbeit.









Donnerstag, 7. Mai 2009

Sensibilisierungsaktion auf Mariaberg



Am Morgen des 04. Mai trafen wir (Martin Thürlemann, Julia Ellenberger, Nina Vadas & Moritz Stocker) uns um 08:00Uhr in der Mensa auf Mariaberg. Unser Vorhaben war an und für sich ziemlich schlicht. Wir wollten die Studierenden und die Dozierenden auf die Thematik der Nachhaltigkeit aufmerksam machen. Dies wollten wir aus dem Grund machen, da sich vor allem die Studierenden des Jahrgangs 2006 im letzten Semester damit vertieft hatten, wobei die anderen Jahrgänge davon nicht viel mitbekommen haben. Zu diesem Zweck wollten wir ein Plakat mit Massnahmen anfertigen, welches sowohl die Dozierenden als auch die Studierenden auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren sollte. Dazu sammelten wir die Erkenntnisse aus dem Modul und liessen eigene Ideen mit einfliessen. Während des Arbeitens fiel uns auf, dass man nicht nur an der PHSG auf Nachhaltigkeit achten muss, sondern hauptsächlich auch bei sich zu Hause. Da diese Thematik so aktuell ist und es beinahe unmöglich scheint die Leute genügend zu sensibilisieren, entschieden wir uns, auch noch einen Flyer mit Massnahmen für zu Hause zu gestalten, welche wir per Massenmail an die Studierenden verschickten.
Während des Arbeitens ist uns bewusst geworden, dass die PHSG bereits viele Massnahmen ergriffen hat, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten (z.B. Sparlampen, Doppelverglasung der Fenster, FSC-zertifiziertes Papier, angemessene Raumtemperatur, uvm.). Trotzdem kamen wir zum Schluss, dass das Potential noch nicht völlig ausgeschöpft ist und man noch weitere Massnahmen ergreifen könnte. Die auffallendsten haben wir auf den ausgehängten Plakaten festgehalten. Des Weiteren haben wir festgestellt, dass wir bei uns zu Hause viele Dinge ändern können, die zwar allgemein bekannt sind, welche man aber aus reiner Bequemlichkeit unterlässt. An diesem Punkt sind wir während des Arbeitens des Öfteren mit unseren Gedanken abgeschweift, da sich die Wohnsituation vieler Studierenden nach der Ausbildung ändern wird. Dies kann man daher als Neuanfang betrachten, da man sich direkt mit diesen Veränderungen vertraut machen kann (Sparlampen verwenden, Stopp-Taste beim WC drücken, wassersparender Duschkopf, Deckel auf Pfanne, Geräte ganz ausschalten, usw.). Nicht zuletzt ist das Ganze auch eine Kostenfrage, welche sich im Endeffekt positiv auf die Monatsausgaben auswirken wird.

Freitag, 20. März 2009

Natur bei Nacht

Für mich ist es zu einem Ritual geworden, am Abend mit unserem Hund ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Für diesen Wochenauftrag habe ich deshalb auf diesen abendlichen Spaziergängen ganz besonders auf die Natur geachtet und versucht, sie mit allen meinen Sinnen zu erfassen.


Die Natur hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich. Wenn ich alleine draussen bin, kann ich sehr gut abschalten. In der Nacht ist diese beruhigende Wirkung noch viel stärker, da alles sehr still ist. Auf einem Nachtspaziergang sind aber nicht alle Sinne gleich stark angesprochen. Der Sehsinn ist in der Nacht zweitrangig. Man hört, riecht und fühlt dafür viel mehr. Auf meinen Spaziergängen höre ich den Wind, meine Schritte auf dem Boden, oder ganz leise im Hintergrund den Verkehr der Autobahn. Auch wenn man sich bewusst auf den Geruchssinn konzentriert, kann man viele Gerüche ausmachen. Beispielsweise konnte ich den nahe gelegenen Wald, oder das feuchte Gras riechen.

Wenn ich in der Natur bin, gibt mir das sehr viel. Es wird mir auch oft bewusst, dass ich selber nur ein kleiner Teil der Natur bin. Es gibt Momente und Orte, an denen ich die Natur mit viel Ehrfurcht betrachte. Ich vergesse nie die Grösse der Wälder in Kanada. Der Ausblick über Kilometer und Kilometer von Wäldern raubte mir damals den Atem. In solchen Situationen ist es aber auch wichtig, sich bewusst zu sein, dass man auch als kleiner Bestandteil der Natur Schaden zufügen kann.


Das ich mich mit der Natur sehr verbunden fühle, hat sicher auch einen Einfluss auf meine Einstellung zur Nachhaltigkeit. Ich könnte mir ein Leben ohne Natur nicht vorstellen. Darum tue ich auch viel, um sie zu schützen. Ein Beispiel dafür ist, dass ich versuche, möglichst nur Recyclingpapier zum Drucken zu gebrauchen, da für die Herstellung von Papier viele Bäume gefällt werden müssen. Auch bei anderen Dingen versuche ich immer die Natur im Hinterkopf zu behalten und auf sie zu achten. Denn ich möchte ja, dass auch die nächsten Generationen noch Freude an der schönen Natur haben können.

Spaziergang

Vorgestern unternahm ich einen Spaziergang durch Au. Zuerst schlenderte ich durch die Häuser, als es nacher durch Rebberge hindurchging. Später kam ich durch Wald und Felder. Sofort kamen Kindheitserinnerungen in mir hoch. Dort wo ich aufgewachsen bin, grenzte der Wald direkt an unser Haus und so verbrachte ich manche Stunden spielend im Wald. Es war eine sehr schöne Zeit; man baute Waldhütten, hütete dort Geheimnisse, spielte Verstecken, oder Tannzapfenschlachten. Dies sind nur einige der vielen Eindrücke, welche ich damals erleben und schätzen durfte. Auch an einem Bach kam ich vorbei, und wusste sofort, was ich da wohl als Kind getan hätte... Es ist ein spezielles Gefühl, sich an solche Kindheitsaktivitäten zurückzuerinnern und es erlaubt einem, sich ein wenig vom Alltag abzugrenzen.

Letztendlich war ich durch meinen Spaziergang in Walzenhausen angekommen, wo sich mir ein Bild vom Rheintal bot. Leider war die Sicht nicht so gut, so liessen sich "nur" die umgebenden Gemeinden erkennen.
Bald sah ich die Industriegebiete und wunderte mich, welche grosse Fläche diese Firmen für sich einnehmen und welche Emissionen daraus wohl entstehen würden. Immerhin fand ich doch noch einige grossen Flächen, die unbebaut waren. Diese Gedanken beschäftigten mich nur eine relativ kurze Zeit, denn plötzlich rückte der Bodensee in den Fokus meiner Interessen. Ich sah den Rhein und war sehr überrascht wie weit der Kanal bereits in den Bodensee hineinragte. Dies daher, da er sehr viel Geröll mit sich bringt und so wurde der Kanal künstlich verlängert, damit sich die Ablagerungen nicht alle an der Mündung ansetzen. Diese Thematik beschäftigte mich noch einige Zeit auf dem Rückweg durch den Wald und ich erinnerte mich an den Besuch der "Rheinschauen" im Rahmen der PHSG.
Bald war ich auch schon wieder zu Hause angelangt und war entspannt aber zugleich auch sehr müde. Es wurde mir wohl auch bewusst, dass nun wieder die Arbeit an der Bachelorarbeit auf mich wartete...

Ich bin sehr gerne in der Natur und so gehe ich nach arbeitsintensiven Sequenzen oft nach draussen, um mich zu erholen. Ich kann dort einfach entspannen und Abstand gewinnen. Das Beobachten der Naturgeschehen und das Hören von Klängen der Natur lösen bei mir eine innere Ruhe und ein gewisses Freiheitsgefühl aus. Was wäre, wenn der Gang in die Natur so nicht mehr möglich wäre? Ich möchte es mir gar nicht ausmalen!!

Donnerstag, 19. März 2009

5. Auftrag "Spaziergang im Menzlen-Wald"

Wenn ich zuhause bin, dann ergeben sich meine Tätigkeiten und Handlungen von alleine. Entweder räume ich auf, arbeite, lese oder esse etc. Selten tue ich etwas, dass ich nicht schon oft gemacht habe. Für gewöhnlich drehe ich meine Runden mit unserem Hund im komplett überbauten Wohn-Quartier. Selten schlagen wir aus Zeitgründen neue Wege ein.

Diese Woche nahm ich mir bewusst Zeit für einen ausgedehnten Spazier­gang mit unserem Hund im Wald, der oberhalb des „Schlössliquar­tiers“ in Bruggen (meinem Wohnort) liegt. Es ergab sich eine völlig andere Situation als zuhause oder bei den üblichen „Quartierrunden“. Im Wald konnte ich meine Hündin frei laufen lassen. Ihr Bewegungsdrang und ihre Freude am Herumstöbern nahmen mich gefangen. Ich versuchte ihr zu folgen und lief eine Weile, abseits der Wege, hinter ihr her. Allmählich ging mir die „Puste“ aus. Ich wurde langsamer, gelassener und begann die Geräusche um mich herum wahrzunehmen. Ich hörte keinen Autolärm, keine Baumaschinen, etc. Eben nichts, was ich für gewöhnlich auf Hundespaziergängen oder beim Weg zum Bahnhof höre. Vielmehr nahm ich raschelnde Blätter, Vogelgezwitscher, meine eigenen Schritte und die Geräusche, welche mein Hund machte, wahr. Die Vielfältigkeit der Geräusche und das Ungewohnte brachten mich dazu ganz genau hinzuhören. Mit den Gerüchen erging es mir ganz ähnlich. Die Vielfältigkeit der ungewohnten Düfte und Ausdünstungen war erstaunlich. Auch hier fesselte mich das Erfahrene und ich war auf’s Äusserste angespannt. Allmählich fand ich mich in der neu erfahrenen Umgebung besser zurecht, ermüdete aber gleichzeitig ein wenig. Ich wurde allmählich ganz ruhig und schritt langsam, ein gleichmässiges Geräusch erzeugend durch das Laub, das den Boden zu einem grossen Teil bedeckte. Ich dachte an gar nichts mehr, ich wusste nicht einmal mehr wo die Hündin war. Ab und zu meinte ich sie irgendwo zu hören. Ich fühlte mich zwar nicht eins mit dem Wald, aber ich spürte, dass ich mich an ihn anpasste. Ich war nicht hektisch, schweifte nicht mit den Gedanken herum und konzentrierte mich ganz auf die Geräusche und Gerüche. Den hektischen, gewohnten Alltag schien ich für einen Moment zu vergessen. Irgendwann gelang ich zu einem begangenen Weg und merkte, dass ich mich auf den Rückweg machen sollte, bevor es eindunkelte.

Es ist sicher ganz wichtig, dass es Aussenräume gibt, die nicht ganz vom Menschen gestaltet sind. Nur so können alle Menschen merken, wie sie sind bzw. wie sie sich von der Natur unterscheiden. Diese Erfahrungen dürfen auch unseren Nachfahren nicht verloren gehen. Dies ist nur möglich, wenn die "Natur" soweit als möglich geschützt oder sogar sich selber überlassen wird. Durch den Spaziergang im Wald ist mir das wieder einmal sehr bewusst geworden. Es ist wichtig, dass sich alle Menschen bewusst sind, dass möglichst naturnahe Aussenräume vor zu einschränkenden menschlichen Eingriffen bewahrt bleiben.

Dienstag, 17. März 2009

Natur in Rufi

Natur pur - für viele ein Luxus, für mich, hier in meinem 400-Seelen-Dörfchen, manchmal auch schon nerviger Alltag. Während andere nach knappen 5 Minuten Fussmarsch im Stadtzentrum sind, bringt mich der Regionalbus gerademal 1x in der Stunde ein bisschen näher in die Zivilisation. Aber wie gesagt, für viele ist diese ( zum Teil noch) unberührte Natur, wie iches hier in Rufi antreffen darf, purer Luxus und auch ich geniesse dann und wann die Schönheiten, die diesen grünen, unberührten Landschaften mit sich bringen. So war der Spaziergang für den dieswöchigen Blogauftrag auch nicht ein erstmaliges Erlebnis. Um zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu ordnen, gehe ich oft spazieren. So beschloss ich also auch diese Woche, meine übliche Spazier-Route zu wählen, diesmal aber jedoch mit dem Vorsatz, speziell auf die Natur zu achten und alles genau wahrzunehmen. Schon nach den ersten paar Metern bemerkte ich, wie wunderschön warm es in den letzten Tagen geworden war. Die wohltuende Frühlingswärme konnte endlich die Oberhand über die beissende Winterkälte gewinnen. Nachdem ich einige Meter des Weges zurückgelegt hatte, bemerkte ich, dass 3 Schafe auf der Weide neben mir grasten. Sie verbringen den Winter jeweils im Stall und sind erst wieder im Frühling auf dieser Wiese anzutreffen. Ein weiteres Zeichen für den nahenden Frühlingsbeginn. Ich fühlte mich gut. Die Luft war frisch und rein, mit jedem Atemzug, den ich einatmete, fühlte ich, wie mein Kopf klarer, und ich langsam ruhiger wurde. Die letzten Wochen waren sehr stressig. Die Bachelorarbeit sowie die Bewerbungssituation liessen in letzer Zeit kaum Raum für Ruhe und Erholung. Deshalb genoss ich diesen Spaziergang, der mir einmal Zeit zum abschalten ermöglichte, sehr. Nach einer Weile erreichte ich den kleinen Kiesweg, der an einem Bach entlang führte. Während ich dem Plätschern lauschte, sah ich plötzlich in der Ferne einen Fischreiher. Diese Vögel sind in dieser Gegend häufig anzutreffen, jedoch hatte ich schon lange keinen mehr während einem Spaziergang entdeckt. Der Kiesweg mündet in einen kleinen Wald. Langsam durchstreifte ich das Wäldchen und entdeckte bereits die ersten Knopsen, die überall zu spriessen beginnen.

Während des ganzen Spaziergangs begegnete ich nur 2 anderen Menschen. Dies sicherlich auch daher, da am Montagnachmittag um 2 Uhr viele Leute noch arbeiten müssen.

Spaziergänge dieser Art sind, in der heutigen Zeit und für viele Menschen, wie ich dies bereits zu Beginn erwähnt habe, ein Luxus geworden. Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich diese, beinahe unberührte Natur sozusagen noch vor der Haustüre auffinden kann. Nach dem Spaziergang fragte ich mich, wie lange wohl diese Gegend noch so völlig unberührt und unbebaut bleiben würde. Wird dieses Gebiet nach 10-20 Jahren ebenfalls verbaut sein? Werden meine Kinder, oder Grosskinder, auch noch die Möglichkeit haben, die Natur, in ihrer unberührten Form, geniessen zu können? Oder werden sie dafür bereits künstlich angebaute Parks und Zoos besuchen müssen?