Freitag, 20. März 2009

Natur bei Nacht

Für mich ist es zu einem Ritual geworden, am Abend mit unserem Hund ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Für diesen Wochenauftrag habe ich deshalb auf diesen abendlichen Spaziergängen ganz besonders auf die Natur geachtet und versucht, sie mit allen meinen Sinnen zu erfassen.


Die Natur hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich. Wenn ich alleine draussen bin, kann ich sehr gut abschalten. In der Nacht ist diese beruhigende Wirkung noch viel stärker, da alles sehr still ist. Auf einem Nachtspaziergang sind aber nicht alle Sinne gleich stark angesprochen. Der Sehsinn ist in der Nacht zweitrangig. Man hört, riecht und fühlt dafür viel mehr. Auf meinen Spaziergängen höre ich den Wind, meine Schritte auf dem Boden, oder ganz leise im Hintergrund den Verkehr der Autobahn. Auch wenn man sich bewusst auf den Geruchssinn konzentriert, kann man viele Gerüche ausmachen. Beispielsweise konnte ich den nahe gelegenen Wald, oder das feuchte Gras riechen.

Wenn ich in der Natur bin, gibt mir das sehr viel. Es wird mir auch oft bewusst, dass ich selber nur ein kleiner Teil der Natur bin. Es gibt Momente und Orte, an denen ich die Natur mit viel Ehrfurcht betrachte. Ich vergesse nie die Grösse der Wälder in Kanada. Der Ausblick über Kilometer und Kilometer von Wäldern raubte mir damals den Atem. In solchen Situationen ist es aber auch wichtig, sich bewusst zu sein, dass man auch als kleiner Bestandteil der Natur Schaden zufügen kann.


Das ich mich mit der Natur sehr verbunden fühle, hat sicher auch einen Einfluss auf meine Einstellung zur Nachhaltigkeit. Ich könnte mir ein Leben ohne Natur nicht vorstellen. Darum tue ich auch viel, um sie zu schützen. Ein Beispiel dafür ist, dass ich versuche, möglichst nur Recyclingpapier zum Drucken zu gebrauchen, da für die Herstellung von Papier viele Bäume gefällt werden müssen. Auch bei anderen Dingen versuche ich immer die Natur im Hinterkopf zu behalten und auf sie zu achten. Denn ich möchte ja, dass auch die nächsten Generationen noch Freude an der schönen Natur haben können.

Spaziergang

Vorgestern unternahm ich einen Spaziergang durch Au. Zuerst schlenderte ich durch die Häuser, als es nacher durch Rebberge hindurchging. Später kam ich durch Wald und Felder. Sofort kamen Kindheitserinnerungen in mir hoch. Dort wo ich aufgewachsen bin, grenzte der Wald direkt an unser Haus und so verbrachte ich manche Stunden spielend im Wald. Es war eine sehr schöne Zeit; man baute Waldhütten, hütete dort Geheimnisse, spielte Verstecken, oder Tannzapfenschlachten. Dies sind nur einige der vielen Eindrücke, welche ich damals erleben und schätzen durfte. Auch an einem Bach kam ich vorbei, und wusste sofort, was ich da wohl als Kind getan hätte... Es ist ein spezielles Gefühl, sich an solche Kindheitsaktivitäten zurückzuerinnern und es erlaubt einem, sich ein wenig vom Alltag abzugrenzen.

Letztendlich war ich durch meinen Spaziergang in Walzenhausen angekommen, wo sich mir ein Bild vom Rheintal bot. Leider war die Sicht nicht so gut, so liessen sich "nur" die umgebenden Gemeinden erkennen.
Bald sah ich die Industriegebiete und wunderte mich, welche grosse Fläche diese Firmen für sich einnehmen und welche Emissionen daraus wohl entstehen würden. Immerhin fand ich doch noch einige grossen Flächen, die unbebaut waren. Diese Gedanken beschäftigten mich nur eine relativ kurze Zeit, denn plötzlich rückte der Bodensee in den Fokus meiner Interessen. Ich sah den Rhein und war sehr überrascht wie weit der Kanal bereits in den Bodensee hineinragte. Dies daher, da er sehr viel Geröll mit sich bringt und so wurde der Kanal künstlich verlängert, damit sich die Ablagerungen nicht alle an der Mündung ansetzen. Diese Thematik beschäftigte mich noch einige Zeit auf dem Rückweg durch den Wald und ich erinnerte mich an den Besuch der "Rheinschauen" im Rahmen der PHSG.
Bald war ich auch schon wieder zu Hause angelangt und war entspannt aber zugleich auch sehr müde. Es wurde mir wohl auch bewusst, dass nun wieder die Arbeit an der Bachelorarbeit auf mich wartete...

Ich bin sehr gerne in der Natur und so gehe ich nach arbeitsintensiven Sequenzen oft nach draussen, um mich zu erholen. Ich kann dort einfach entspannen und Abstand gewinnen. Das Beobachten der Naturgeschehen und das Hören von Klängen der Natur lösen bei mir eine innere Ruhe und ein gewisses Freiheitsgefühl aus. Was wäre, wenn der Gang in die Natur so nicht mehr möglich wäre? Ich möchte es mir gar nicht ausmalen!!

Donnerstag, 19. März 2009

5. Auftrag "Spaziergang im Menzlen-Wald"

Wenn ich zuhause bin, dann ergeben sich meine Tätigkeiten und Handlungen von alleine. Entweder räume ich auf, arbeite, lese oder esse etc. Selten tue ich etwas, dass ich nicht schon oft gemacht habe. Für gewöhnlich drehe ich meine Runden mit unserem Hund im komplett überbauten Wohn-Quartier. Selten schlagen wir aus Zeitgründen neue Wege ein.

Diese Woche nahm ich mir bewusst Zeit für einen ausgedehnten Spazier­gang mit unserem Hund im Wald, der oberhalb des „Schlössliquar­tiers“ in Bruggen (meinem Wohnort) liegt. Es ergab sich eine völlig andere Situation als zuhause oder bei den üblichen „Quartierrunden“. Im Wald konnte ich meine Hündin frei laufen lassen. Ihr Bewegungsdrang und ihre Freude am Herumstöbern nahmen mich gefangen. Ich versuchte ihr zu folgen und lief eine Weile, abseits der Wege, hinter ihr her. Allmählich ging mir die „Puste“ aus. Ich wurde langsamer, gelassener und begann die Geräusche um mich herum wahrzunehmen. Ich hörte keinen Autolärm, keine Baumaschinen, etc. Eben nichts, was ich für gewöhnlich auf Hundespaziergängen oder beim Weg zum Bahnhof höre. Vielmehr nahm ich raschelnde Blätter, Vogelgezwitscher, meine eigenen Schritte und die Geräusche, welche mein Hund machte, wahr. Die Vielfältigkeit der Geräusche und das Ungewohnte brachten mich dazu ganz genau hinzuhören. Mit den Gerüchen erging es mir ganz ähnlich. Die Vielfältigkeit der ungewohnten Düfte und Ausdünstungen war erstaunlich. Auch hier fesselte mich das Erfahrene und ich war auf’s Äusserste angespannt. Allmählich fand ich mich in der neu erfahrenen Umgebung besser zurecht, ermüdete aber gleichzeitig ein wenig. Ich wurde allmählich ganz ruhig und schritt langsam, ein gleichmässiges Geräusch erzeugend durch das Laub, das den Boden zu einem grossen Teil bedeckte. Ich dachte an gar nichts mehr, ich wusste nicht einmal mehr wo die Hündin war. Ab und zu meinte ich sie irgendwo zu hören. Ich fühlte mich zwar nicht eins mit dem Wald, aber ich spürte, dass ich mich an ihn anpasste. Ich war nicht hektisch, schweifte nicht mit den Gedanken herum und konzentrierte mich ganz auf die Geräusche und Gerüche. Den hektischen, gewohnten Alltag schien ich für einen Moment zu vergessen. Irgendwann gelang ich zu einem begangenen Weg und merkte, dass ich mich auf den Rückweg machen sollte, bevor es eindunkelte.

Es ist sicher ganz wichtig, dass es Aussenräume gibt, die nicht ganz vom Menschen gestaltet sind. Nur so können alle Menschen merken, wie sie sind bzw. wie sie sich von der Natur unterscheiden. Diese Erfahrungen dürfen auch unseren Nachfahren nicht verloren gehen. Dies ist nur möglich, wenn die "Natur" soweit als möglich geschützt oder sogar sich selber überlassen wird. Durch den Spaziergang im Wald ist mir das wieder einmal sehr bewusst geworden. Es ist wichtig, dass sich alle Menschen bewusst sind, dass möglichst naturnahe Aussenräume vor zu einschränkenden menschlichen Eingriffen bewahrt bleiben.

Dienstag, 17. März 2009

Natur in Rufi

Natur pur - für viele ein Luxus, für mich, hier in meinem 400-Seelen-Dörfchen, manchmal auch schon nerviger Alltag. Während andere nach knappen 5 Minuten Fussmarsch im Stadtzentrum sind, bringt mich der Regionalbus gerademal 1x in der Stunde ein bisschen näher in die Zivilisation. Aber wie gesagt, für viele ist diese ( zum Teil noch) unberührte Natur, wie iches hier in Rufi antreffen darf, purer Luxus und auch ich geniesse dann und wann die Schönheiten, die diesen grünen, unberührten Landschaften mit sich bringen. So war der Spaziergang für den dieswöchigen Blogauftrag auch nicht ein erstmaliges Erlebnis. Um zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu ordnen, gehe ich oft spazieren. So beschloss ich also auch diese Woche, meine übliche Spazier-Route zu wählen, diesmal aber jedoch mit dem Vorsatz, speziell auf die Natur zu achten und alles genau wahrzunehmen. Schon nach den ersten paar Metern bemerkte ich, wie wunderschön warm es in den letzten Tagen geworden war. Die wohltuende Frühlingswärme konnte endlich die Oberhand über die beissende Winterkälte gewinnen. Nachdem ich einige Meter des Weges zurückgelegt hatte, bemerkte ich, dass 3 Schafe auf der Weide neben mir grasten. Sie verbringen den Winter jeweils im Stall und sind erst wieder im Frühling auf dieser Wiese anzutreffen. Ein weiteres Zeichen für den nahenden Frühlingsbeginn. Ich fühlte mich gut. Die Luft war frisch und rein, mit jedem Atemzug, den ich einatmete, fühlte ich, wie mein Kopf klarer, und ich langsam ruhiger wurde. Die letzten Wochen waren sehr stressig. Die Bachelorarbeit sowie die Bewerbungssituation liessen in letzer Zeit kaum Raum für Ruhe und Erholung. Deshalb genoss ich diesen Spaziergang, der mir einmal Zeit zum abschalten ermöglichte, sehr. Nach einer Weile erreichte ich den kleinen Kiesweg, der an einem Bach entlang führte. Während ich dem Plätschern lauschte, sah ich plötzlich in der Ferne einen Fischreiher. Diese Vögel sind in dieser Gegend häufig anzutreffen, jedoch hatte ich schon lange keinen mehr während einem Spaziergang entdeckt. Der Kiesweg mündet in einen kleinen Wald. Langsam durchstreifte ich das Wäldchen und entdeckte bereits die ersten Knopsen, die überall zu spriessen beginnen.

Während des ganzen Spaziergangs begegnete ich nur 2 anderen Menschen. Dies sicherlich auch daher, da am Montagnachmittag um 2 Uhr viele Leute noch arbeiten müssen.

Spaziergänge dieser Art sind, in der heutigen Zeit und für viele Menschen, wie ich dies bereits zu Beginn erwähnt habe, ein Luxus geworden. Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich diese, beinahe unberührte Natur sozusagen noch vor der Haustüre auffinden kann. Nach dem Spaziergang fragte ich mich, wie lange wohl diese Gegend noch so völlig unberührt und unbebaut bleiben würde. Wird dieses Gebiet nach 10-20 Jahren ebenfalls verbaut sein? Werden meine Kinder, oder Grosskinder, auch noch die Möglichkeit haben, die Natur, in ihrer unberührten Form, geniessen zu können? Oder werden sie dafür bereits künstlich angebaute Parks und Zoos besuchen müssen?

Ausflug am frühen Morgen

Ich wohne in einem Haus, das unweit von einem Wald und zwei Weihern entfernt ist. Deshalb ist es naheliegend, dass mich mein Ausflug in dieses Gebiet führte.
So startete ich frühmorgens um 7.00 Uhr meine kleine Reise in die Natur. Kaum das wohlig warme Zuhause verlassen, stiess mir die kühle, erfrischende Morgenluft entgegen. Ausserdem vernahm ich, sehr zu meinem Erstaunen, das fröhliche Gezwitscher der Vögel. Ich freute mich riesig darüber, da dies ein Zeichen für den herannahenden Frühling ist. Nach circa 15 Minuten Fussmarsch kam ich bei den beiden Weihern am Waldrand an. Ich setzte mich dort auf eine Bank, und genoss den herrlichen Ausblick.
Währenddem ich auf der Bank sass und meinen Blick über die beiden Weiher schweifen lies, dachte ich an die Zeit zurück, in welcher ich als Kind hier spielte. Im Winter wenn die Weiher gefroren waren, ging ich hier mit unseren Eltern oft Schlittschuhlaufen, und im Sommer spielte ich mit meinen Freunden Verstecken.
Plötzlich war ich sehr erstaunt darüber, dass ich schon so lange nicht mehr in diesem bezaubernden Gebiet gewesen bin, obwohl ich hier viele schöne Momente erleben durfte.
Nachdem ich circa eine Stunde auf dieser Bank gesessen hatte, machte ich mich wieder auf den Nachhauseweg.
Zuhause angekommen fühlte ich mich so entspannt wie schon lange nicht mehr. Mir wurde nochmals deutlich bewusst, wie wertvoll ein Ausflug in die Natur für das persönliche Wohlbefinden ist, und wie sehr mir dies in letzter Zeit gefehlt hat. Ich nahm mir fest vor, dass ich auch in stressigen Zeiten, in denen ich manchmal vor lauter Bachelorarbeit den Wald nicht mehr sehe, pro Woche 1 – 2 mal einen Ausflug in die Natur unternehme. Ausserdem ist es mir ein Anliegen, dass ich meine Wertschätzung und Begeisterung für die Natur auch meinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern weitergeben kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie der Natur mehr Sorge tragen wenn sie diese zu schätzen wissen.

Begegnung mit der Linth

Um die Natur bewusst wahrzunehmen, bin ich der Linth, zwischen Benken und Schänis, entlang geschlendert.

Der erste Anblick war für mich erschreckend. Durch die nahende Linth – Melioration, wurden alle Bäume entlang des Dammes abgeholzt. Der Damm war kahl und braun, von der Erde. Dies widerstrebte meiner Erfahrung des grünen und strahlenden Erholungsgebietes der Linth. Ich kenne diesen Fluss seit meiner Kindheit und bin praktisch damit aufgewachsen. Die Linth war im Sommer ein Badezentrum und ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Wie wird die Linth im Sommer aussehen? Kann man darin baden? Wie lange dauert diese Phase des Umbauens? Wie wird es nachher aussehen? Wird es ein derartiges Paradies wie die Obrigkeit es versprechen?

Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass dieser mächtige Fluss in eine andere Bahn geleitet wird. Die Bilder zeigen eine Landschaft, welche ich nicht mit der Linth vergleichen kann. Wie schaffen es die Ökologen, diese Tierlandschaft herzustellen und wie bewegen sie die Tiere, sich in dieser Landschaft nieder zu lassen? Warten sie darauf, dass sie freiwillig kommen oder reissen sie die Tiere aus ihrem gewohnten Lebensraum und siedeln sie aus Menschenhand dort an?

Ich bin neugierig, wie lange die Natur braucht, um sich an die Änderung zu gewöhnen und sich vom Eingriff zu erholen. Die Bäume brauchen bestimmt lange Zeit, bis sie neu gewachsen sind. Ausserdem kann im Winter kaum gebaut werden, da der Boden zu kalt ist und im Schnee die Bedingungen erschwert sind. Zusätzlich kann ich mir immer noch kaum vorstellen, wie ein ganzer Fluss umgeleitet wird.

Diese Begegnung hat mir gezeigt, wie intensiv man mit der Natur verbunden fühlen kann. Die Linth ist für mich ein zweites zu Hause. Dort habe ich meine ersten Schwimm - Erfahrungen in offenem Gewässer gemacht. Die Renaturierung betrifft viele Leute im Umfeld und auch auf emotionaler Ebene. Die Bauern, die Dorfleute, aber auch die Fischer und viele mehr erleben den Fluss auf verschiedene Weise und müssen mit Verlusten rechnen, bis die Linth in neuer Form erscheint.

Dieser „Umbau“ der Linth gibt trotz Verluste einen grossen Teil zur Zukunft. Überflutungen werden verhindert, ein Freizeitzentrum wird gegründet und vieles mehr sind Aspekte, welche positive Effekte für die Menschen bringen. Ich freue mich auf die Neuerung.

Auftrag 5. Woche

Da ich zu Hause auf einem Bauernof lebe und arbeite bin ich sehr oft draussen in der Natur. Aufgrund der Arbeiten auf dem Hof und der Bachelorarbeit der PHSG war es mir nicht möglich einfach so eine Stunde in die Natur zu sitzen, um diese wahrzunehmen. Durch die Arbeit und die Wohnlage bin ich auch so oft in der Natur. Deshalb schildere ich hier meine Erfahrungen, die ich nun seit mehr als 13 Jahren immer wieder mache:

Meine Erfahrungen mit der Natur sind alle durchwegs positiv. Ich bin manchmal, v.a. in den Ferien, stundenlang Draussen und gehe über unsere Weiden oder durch unseren Wald. Obwohl ich dabei am Arbeiten bin, achte ich mich auf die Natur.
Im Winter findet man z.B. überall Spuren im sonst unberührten Schnee, dies weist darauf hin, dass wir viele wilde Tiere um unser Haus herum haben müssen (meist sind es Füchse, Dachse oder Krähen, manchmal auch Rehe, selten Kaninchen).
Im Sommer dagegen könnte man meinen, es sei eine komplett andere Welt. Schon alleine die Geräuschkulisse ist völlig anders. Im Winter hört man nämlich hauptsächlich die Krähen und nachts das Geschrei der Katzen, Füchse und Dachse. Im Frühling kommt nachts das Quaken der Frösche beim Biotop hinzu und tagsüber hört man die ersten Vögel. Gegen den Sommer hin könnte man meinen, dass jemand den Geräuschpegel jeden Tag ein wenig lauter stellt, bis er gegen den Spätsommer wieder abflacht und langsam wieder in die Winterpause zu gehen scheint.
Zu all dem kommen natürlich noch alle Düfte hinzu, die man, v.a. im Sommer wahrnehmen kann. Allerdings ist dies der Albtraum eines jeden Allergikers oder Allegikerin, denn in dieser Zeit lassen die umliegenden Bauern besonders nachts die Heubelüftungen laufen. Alles duftet nach frischem Heu, aber dafür fliegen auch überall Pollen umher. Auch der Duft von Lindenblüten oder Sommerflieder liegen in der Luft, ja selbst das Gras auf der Wiese kann man riechen. Es ist einfach wunderbar. Oftmals hört man Leute über den Geruch der Jauche ausrufen, wenn man aber einige Zeit auf dem Land lebt, so gewöhnt man sich daran. Ich würde diesen Geruch auch nicht als wohlriechend beschreiben=), doch ich muss mich auch nicht halbwegs übergeben, wenn ich ihn rieche.

Dies sind einige Gründe, weshalb ich gerne zu Hause auf dem Hof arbeite. Ich fühle mich dadurch mit der Natur verbunden und kann in und mit ihr agieren. Schon als Kind war ich gerne in der Natur.

Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat insofern mit diesem Bezug etwas zu tun, als dass ich meinen Kindern und Kindeskindern auch diese Erfahrungen ermöglichen will. Auch sie sollen die unverschmutzte Luft geniessen können und auf der unverseuchten Erde bedenkenlos spielen können.

Samstag, 14. März 2009

Die Abhängigkeit der Menschheit von der Technik

Den Post – it Zettel habe ich an mein Mobiltelefon geklebt, da ich während des Tages sehr viele Blicke darauf werfe – der gelbe grelle Zettel hat mir dies noch intensiver ins Bewusstsein gebracht.

Die Technik – was würden wir nur ohne sie machen? In dieser Woche habe ich wahrgenommen, welchen Stellenwert ein Handy bei mir einnimmt. Bevor ich aus dem Haus gehe, prüfe ich, ob sich das Handy in meiner Tasche befindet. Höre ich ein Summton, wird das Natel aus der Tasche genommen und auf Anrufe oder SMS überprüft. Schlussendlich muss ich mindestens jede Stunde einen Blick darauf werfen, ob mich jemanden erreichen wollte.

Gerade jetzt, in der Bewerbungszeit, ist mir das Handy noch wichtiger geworden, denn es entscheidet in gewisser Weise auch über meine Zukunft. Bei jedem Klingeln springt mein Herz, denn es könnte ein Anruf einer Schulgemeinde sein. Als ich im Sommer 2 Wochen ohne mein Handy durch die Welt ging, fühlte ich mich wirklich abseits der Aktualität. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr erreichbar zu sein und es fehlte mir etwas, wenn ich aus dem Haus ging.

Ein anderer Aspekt der Technik ist der Computer oder der Laptop. Wenn ich von der Schule nach Hause komme, betrete ich das Zimmer und schalte als erster Schritt den Laptop ein. Durch das Computernetz sind wir ebenfalls mit unserem Umfeld verbunden. So kann ich eine Kollegin in London mit wenigem Tippen der Tasten kontaktieren und tausche mich mit ihr darüber aus, was in London oder eben in der Schweiz aktuell ist.

Diese zwei Beispiele – das Handy und der Computer – sind nur ein kleiner Bruchteil der heutigen Technik. Beim Benutzen dieser Anlagen überlegt kaum jemand, was alles dahinter steckt. Nur schon die Produktion dieser Geräte benötigen enorme Arbeit, jedoch die Entwicklung dieser Technik dauerte Jahre oder eben sogar Jahrzehnte. Die Geräte haben positive, jedoch auch negative Auswirkungen. Sie ermöglichen uns den Zugang zur Welt, beschäftigen Milliarden von Leute, aber senden auch Strahlen aus, deren gesundheitsschädigende Wirkung bestritten ist. Sind diese Geräte nachhaltig? Dies ist meiner Meinung nach eine Streitfrage, welche viele Leute beschäftigt.

Freitag, 13. März 2009

Lichterlöschen

Die Post-It-Zettel mit der Aufschrift "achtsam wahrnehmen, achtsam leben!" habe ich auf alle wichtigen Lichtschalter in der Wohnung geklebt. Jedes Mal, wenn ich eine Lampe angezündet habe, wurde ich daran erinnert, dass ich achtsam mit der Natur umgehen muss.
Meine Familienmitglieder haben mich nach dieser Post-It-Zettel-Aktion ein bisschen komisch angeschaut. Wurden wir doch von unserer Mutter schon früh dazu erzogen, das Licht in einem Raum, den wir verliessen, zu löschen. Ich selber habe zu Beginn auch gedacht, die Post-Its würden wahrscheinlich nicht viel ändern, ich halte mich selber ja eigentlich für einen sehr nachhaltigen Menschen.
Doch im Verlaufe der Woche ist mir, und auch meiner Familie, durch die Zettel aufgefallen, dass wir doch nicht so konsequent die Lichter löschten, wie wir dachten. Da geht man mal kurz in die Küche und vergisst, das Licht im Zimmer zu löschen. Aus dem kurzen Gang in die Küche wird ein längerer Aufenthalt und das Licht im Zimmer brennt und brennt und brennt.
Ich habe dann begonnen, das Licht wirklich in jedem Raum, den ich verliess zu löschen. Mein Ziel war, dass wenn ich alleine zu Hause war, nur jeweils eine Lampe brannte. Das Ziel habe ich dann Ende Woche wirklich erreicht.
Aber nicht nur auf die Lampen habe ich durch diesen Auftrag mehr geachtet, sondern auch auf andere Elektrogeräte im Haushalt. Der Radio in der Küche zum Beispiel lief oft auch, wenn sich niemand dort befand. Oder man lässt den Wasserhahn laufen, obwohl man das Wasser gerade nicht braucht, wie zum Beispiel beim Zähneputzen. Auf diese Dinge werde ich in Zukunft sicher auch mehr achten.
Ich denke, der Auftrag war wirklich sinnvoll, da er mir mein eigenes Verhalten vor Augen geführt hat. Ich habe viel mehr Acht gegeben und meinen Stromverbrauch dadurch sicherlich reduziert. Auch meine Familie wurde auf positive Weise beeinflusst. Am Ende der Woche lachten sie dann nicht mehr über meine Post-It-Aktion. Sie verstanden dann, was ich damit bezwecken wollte und sahen auch, dass es notwendig gewesen war.

Donnerstag, 12. März 2009

4. Auftrag: „Post-it-Zettel“ an der Zimmertüre!

Ich habe den Post-it-Zettel mit der Aufschrift „achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ an meiner Zimmertüre befestigt, damit ich ihn jedes Mal, wenn ich in mein Zimmer gehe oder es verlasse, sehen kann.


Ich habe mir in der vergangenen Woche intensiv Gedanken über Abfallvermeidung, -verminderung und effiziente Abfallentsorgung gemacht. In diesem Post möchte ich meine Gedanken zu meinem Beitrag für eine effiziente Abfallentsorgung darlegen. Bisher habe ich darauf kaum bzw. zu wenig geachtet. In der Schweiz ist man heute angehalten den Abfall zu trennen. Küchenabfälle, Glas, Alu, Metall, Kunststoffe, Pet-Flaschen etc. werden separat gesammelt und entsorgt. Der damit verbundene, ziemlich grosse Aufwand verleitet oft zu gedankenlosem Verhalten. Garagen werden zu Zwischenlagern von Abfall, die immer wieder mit grosser Mühe abgebaut werden müssen. Viel einfacher kann das vor sich gehen, wenn der Abfall fortlaufend entsorgt wird.


Beim Kompostieren der Küchenabfälle funktioniert das fast automatisch, weil niemand verfaulende Dinge sammeln will. In unserem Wohnquartier unterhält ein Verein eine solche Kompostierungsanlage, welche aber lange nicht von allen Quartierbewohnern genutzt wird. Meine Mutter bringt ab und an unseren Küchenabfall dort hin. Ich habe diese Woche zwei Mal versucht sie dabei zu entlasten, da ich oft daran vorbeigehe.

Auch beim Glas und Metall habe ich versucht meine Mutter zu unterstützen, indem ich fortlaufend Gläser und Metalle in die Container neben dem Bahnhof geworfen habe. Denn beim Glas- und Metallcontainern lief ich bisher täglich mit leeren Händen vorbei. Somit sammeln sich in unserer Garage nicht unnötige Glas- und Metallberge, die dann zu separaten Autofahrten und einem unnötigen CO2-Ausstoss verleiten. Gerade, wenn man die Gelegenheit hat täglich kleine Abfallmengen zu entsorgen, ist es gut möglich Wochenendstress mit zusätzlichen Autofahrten zu vermeiden. Somit entlastet man die Umwelt und auch sich selbst. Man trägt so mit ganz kleinen Änderungen, welche weder viel Zeit noch grosse Anstrengungen fordern, zu einer nachhaltigen Entwicklung des eigenen Verhaltens bei.

Erwähnt sei noch, dass ein zu schwerfälliges Abfallmanagement im Haushalt dazu verführen könnte, weniger gründlich getrennt zu entsorgen.

Im Haushalt ist es unterdessen eine Selbstverständlichkeit Pet-Flaschen zu sammeln und zurückzubringen. Bei den kleinen Flaschen, die man unterwegs mitnimmt, neigt fast jede Person dazu, diese in einen „normalen“ Abfalleimer zu werfen. Auch ich neigte bisher gelegentlich dazu Pet-Flaschen „einfach“ zu entsorgen. Da jedoch sowohl an der PHSG, als auch in vielen Bahnhöfen spezielle Sammelbehälter für Pet-Flaschen zur Verfügung stehen, könnte auch dieser Beitrag zur Nachhaltigkeit ohne grosse Anstrengung geleistet werden. Darauf werde ich künftig, auch wenn kein Sammelbehälter in der Nähe steht, achten.

Post-it-Memory

Wie Moritz bereits geschrieben hatte, hängten wir unsere Post-it Notiz mit der Aufschrift "Achtsam wahrnehmen, achtsam leben" im WC auf. Zu Beginn war ich mir über den wirklichen Nutzen nicht sicher, doch im Verlaufe der Woche merkte ich plötzlich, wie oft ich dem Zettel doch begegnete.
So achtete ich nach dem Duschen explizit darauf, den Wasserhahn ganz zuzudrehen und ich duschte auch nicht ganz so lange wie an anderen Tagen. Zudem stellte ich das Wasser ab, während dem Einseifen. Wasser gehört für uns zu einem selbstverständlichen Gut und ich machte mir Gedanken wie es wäre, wenn uns Wasser nicht mehr so frei zur Verfügung stehen würde.
Im Bundeslager Contura 08 erlebte ich, was es heisst, zwei Wochen lang keine Dusche zur Verfügung zu haben. Wasser mussten wir uns jeweils an einer gemeinsamen Waschstelle besorgen. Obwohl es im Vergleich zu Entwicklungsländern immer noch sehr komfortabel war, stellte man den eigenen Wasserverbrauch trotzdem stark um, da man nicht ständig die körperlichen Mühen auf sich nehmen wollte, um das Wasser ins Lager schleppen zu müssen.
Es zeigte sich, dass es plötzlich sehr gut ging, mit deutlich weniger Wasser auszukommen.
Dies nahm ich mir aufgrund des Post-it Zettelchen diese Woche auch vermehrt vor und so achtete ich darauf, meinen Wasserverbrauch wieder etwas zu verringern.
Ich drehte beispielsweise den Wasserhahn beim Händewaschen nur sehr gering auf und stellte ihn während dem Rasieren und Zähneputzen sogar ganz ab.

Ich habe mir diese Woche wirklich nochmals klar bewusst gemacht, dass es mit einem geringeren Wasserverbrauch genauso gut geht, man muss nur wollen und sich dies immer wieder bewusst werden. Vielfach ist es bequemer den Wasserhahn einfach laufen zu lassen, doch wenn man daran denkt, dass es enorm viel Energie braucht um dieses "Abwasser" -was ja eigentlich gar nicht schmutzig ist- aufzubereiten, muss man sich schon hinterfragen. Man verliert ja durch Abschalten eigentlich kaum Zeit. Es ist lediglich das Umstellen von Gewohnheiten.

Meine „nachhaltige“ Woche

Achtsam wahrnehmen, achtsam leben!, hab ich auf meinen Post-It gekrizelt und ihn anschliessend an meine Zimmertür geheftet. So sehe ich ihn nun jeden Tag, wenn ich aus meinem Zimmer gehe. Nervig, irgendwie, doch ich beschloss, mich wirklich auf das Experiment einzulassen und während der ganzen Woche einmal bewusst wahrzunehmen, wie achtsam ich auf Nachhaltigkeit in meinem Alltag eigentlich bin. Schon am Montag wurde ich ein erstes Mal mit Nachhaltigkeit konfrontiert. Ich wollte mir in St.Gallen im Migros nur noch rasch ein Brötchen kaufen, um es anschliessend auf dem Nachhauseweg im Zug zu essen. Vor dem Migros: „Ou nein, irgendso ein Vertreter, mit Notizbrett, der mir wieder irgendetwas andrehen möchte!“ Ich versuche, schnellstmöglich wegzueilen, doch, er hat mich schon entdeckt: “Hast du mal eine Minute für die Umwelt?“ Au nein...auf so etwas habe ich nun eigentlich wirklich keine Lust....Da kam mir der Gedanke meines gelben Post-It’s und ich dachte, „Okay, 5 Minuten hab ich doch!“ Der junge Mann war von einer Gesellschaft, die Solarunternehmen unterstützen und erklärte mir, wie wichtig Solarenergie ist und wie effizient man diese einsetzen kann. Normalerweise höre ich mir das „Gerede“ solcher Vertreter kaum an. Ich denke mir immer: „Jaja, schon wieder irgend so ein Hilfswerk, dass mir wieder Geld abzapfen will, dass ich, aufgrund meines Studentenlebens sowieso nicht habe. Aber aus irgendeinem Grund hörte ich dem jungen Herrn doch aufmerksam zu. Nach dem erschreckenden Film von Al Gore wäre es wirklich ratsam, die Welt würde erkennen, dass wir unseren CO2-Verbrauch drastisch senken sollten- und Solarenergie ist hierfür sicherlich ein interessanter Ansatz. Schlussendlich stimmte ich dem Vertreter zu, dass er mir ein Informationspaket nach Hause schicken darf, in dem ich mich weiter über diese Gesellschaft informieren kann.
Auch am Dienstag erinnerte mich mein gelbes Zettelchen an die Nachhaltigkeit. Nach der Pause in der Mensa, lief ich mit meinem leeren PET-Fläschchen auf den Papierkorb zu und wollte das Fläschchen schon hineinlegen, als mir auf einmal bewusst wurde, dass PET ja eigentlich wirklich nicht in den Papierkorb gehört. Ich drehte mich um und entdeckte neben der Tür eine PET-Sammelbox, die mir vorhin noch gar nie aufgefallen war. So warf ich mein Fläschchen schlussendlich in diese Sammelbox.
Mittwochs ist jeweils mein freier Tag. In letzter Zeit ist „frei“ jedoch das falsche Wort: Arbeiten an der Bachelorarbeit ist angesagt. Dieser Mittwoch hatte ich mir vorgenommen, meinen Theorieteil zu überarbeiten. So sass ich bereits 3 Stunden am Computer, als mir in den Sinn kam, dass ich noch etwas für das Wochenende einkaufen musste. Wenn ich normalerweise nur für 1 Stunde aus dem Haus muss, lasse ich den Computer einfach laufen. Wenn ich ehrlich bin, tue ich dies wohl aus Faulheit und Ungeduld, da ich anschliessend, wenn ich zurückkomme, nicht 3 Minuten warten möchte, bis der Computer alle Programme wieder hochgefahren hat. Doch ein Blick an meine Zimmertür und ich dachte mir: PC abstellen!

Es ist schon unglaublich, was einem alles für Gedanken zur Nachhaltigkeit kommen, wenn man sich wirklich einmal damit befasst und seinen Alltag bewusst wahrnimmt. Ich fand das „Experiment“ bis jetzt interessant und hoffe, dass ich meine „nachhaltigen“ Vorsätze auch weiterhin umsetzen kann.

Mittwoch, 11. März 2009

Auftrag Woche 11

Als ich am Montag Nachmittag von der Schule nach Hause kam, habe ich mir überlegt, wo ich den Post - it Zettel mit der Aufschrift "achtsam wahrnehmen, achtsam werden" hinkleben soll. Schlussendlich entschied ich mich, ihn an die Wand hinter meinem Pult zu kleben, da dies der Ort ist, an dem ich mich Zu hause am meisten aufhalte.
Sobald ich den Zettel geschrieben und hingeklebt hatte, musste ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Mein Freund und ich wollten an diesem Abend ins Alpamare gehen. Während dem ich meine Sporttasche packte, streifte mein Blick den gelben Post - it Zettel. Da kam mir die Idee, den heutigen Besuch im Alpamare besonders aufmerksam und achtsam wahrzunehmen. Ich war gespannt, ob ich dabei neue Erkenntnisse und Eindrücke erfahren werde, obwohl ich schon seit meiner Kindheit ein bis zweimal im Jahr nach Pfäffikon ins Alpamare fahre.
Nach circa 15 Minuten Fahrt mit dem Auto, kamen wir auf dem Parkplatz vom Alpamare an. Ein kräftiger und eisig kalter Windstoss stiess uns entgegen. Im Gebäude angekommen, wurden wir zum Glück von einer warmen, angenehmen Lufttemperatur empfangen. Sogleich kam mir der Gedanke, wieviel Energie wohl notwendig ist, damit ein solcher Temperaturunterschied hergestellt werden kann. Nachdem wir uns umgezogen hatten, machten wir uns direkt auf den Weg in die Jod-Sole Therme. Auf einem Schild, das über dem Eingang hing, konnte ich lesen, dass die Wassertemperatur 36° beträgt. Dies ist eine enorm hohe Temperatur, vorallem wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Bad im Aussenbereich handelt. Währenddem ich durch das wunderbar angenehm warme Wasser ging, versuchte ich mir eine Vorstellung von der Energiemenge zu machen, die notwendig ist um das Wasser konstant auf dieser Temperatur zu halten.
In der Therme befanden sich circa 40 Personen, "wow, da kommen aber ganz schön viele Menschen an einem Tag zusammen", sagte ich zu meinem Freund. Damit die Wasserqualität trotzdem gewährleistet werden kann, ist es sicherlich notwendig, das Wasser jeden Tag gründlich zu reinigen. "Dazu ist nochmals eine grosse Portion an Energie notwendig", überlegte ich mir. Nach einem Rundgang durch die Therme, fanden wir einen Platz in einem Whirpool. Die Massagedüsen lockerten unsere Muskeln mit einem kräftigen Strahl. Und schon war er wieder da, mein Gedanke an den Energieverbrauch. Allein in der Jod-Sole Therme befinden sich circa 3 Whirlpoolanlagen und diverse Einzeldüsen. Damit diese betrieben werden können, muss nochmals ein enormer Energieaufwand geleistet werden.
Nachdem wir die Therme verliessen, war ich überwältigt davon, wie hoch der Energieverbrauch pro Tag wohl sein muss, um nur diesen einen Teil vom Alpamare betreiben zu können. Da kam mir der Eintrittspreis von 30.- plötzlich nicht mehr so hoch vor, wie es bis anhin der Fall war. Trotzdem lies mich der Gedanke an den Energieverbrauch im Alpamare nicht los. So recherchierte ich im Internet und stiess dabei auf die Homepage vom Alpamare. Hier konnte ich erfahren, dass der Energieverbrauch seit der Inbetriebnahme im Jahre 1977 stabil geblieben ist, obwohl das Alpamare um diverse Bahnen und Bäder erweitert wurde. Diese Tatsache hat mich sehr erfreut, weil die Betreiber entscheidende Investitionen in Rückgewinnungkomponenten nicht gescheut haben, und so einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

Dienstag, 10. März 2009

Weiter so!

In Ihren Posts werden Verbindungen mit den eigenen, gerade relevanten Lebenssituationen (BA, Mensa, Tageszeitung – hier vielleicht inspiriert durch den vorausgegangenen Wochenimpuls) hergestellt und teilweise auch Bezüge zum Praktikum gemacht – diese Aussage zeigt, dass auch mit dem Erstellen Ihrer Posts "Vernetzungen" geschaffen werden.
Vielfältig möglich geworden ist dies auch durch das Ansprechen verschiedener Themen, auch wenn es teilweise sehr bekannte Themen sind, die Sie aufgreifen. Ich denke aber auch, dass man durch das "Durchdenken" von bekannten Themenkreisen immer weitere Kreise ziehen kann und so auch die Informationen immer detaillierter werden, so wie ich dies in manchen Posts auch wahrgenommen habe.
Einige der von Ihnen beschriebenen Zeitungsartikel hatte ich selber auch schon gelesen; es ist erstaunlich, wie viele Artikel gefunden werden – m.E. nach sind die Aufarbeitungen auf einem adäquaten Niveau, auch wenn, soweit meine Interpretation, doch einige Posts dazu knapp gehalten waren.
Grundsätzlich geht es uns nicht darum, Sie zu kontrollieren, sondern mehr darum, anzuregen – dies zum Ausdruck gekommen Ihrerseits durch das Formulieren von Verbesserungspotentialen und Begründungen von eigenen Entscheidungen.
Weiter so!
M. Obendrauf / 10.3.09

Auftrag 4. Woche

Der Post-It-Zettel beim WC
Wie der Titel bereits verrät haben wir den Zettel mit der Aufschrift "Achtsam wahrnehmen, achtsam leben" in der WG beim WC aufgehängt. Zu Beginn war das Ganze ziemlich komisch, da man jedes Mal, wenn man im Bad war, sofort diesem Zettel gesehen hat. Mit der Zeit habe ich mir dann doch Gedanken gemacht. Diese Gedanken waren zuerst noch ziemlich unpraktisch. So habe ich mir zum Beispiel überlegt, wie man Vorgänge zu Gunsten der Umwelt und der Natur ändern könnte. Nach einiger Zeit, wurden meine Gedanken dann doch realistischer und klarer. Nach dem Seminar am Montag habe ich begonnen, Abläufe und Systeme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Hierzu möchte ich einen solchen Gedankengang anführen:

Ich habe mir ein solches System zurechtgelegt, indem ich über die Zahnbürstenherstellung nachgedacht habe. Meiner Ansicht nach sind Zanhbürsten für solche Überlegungen gut geeignet, da sie viele verschiedene Merkmale aufweisen. Zum Einen müssen sie, wie alle anderen Produkte auch, einen Herstellungsprozess durchlaufen, zum Anderen kommt bei den Zahnbürsten ein zweiter Faktor hinzu, nämlich die Werbung und das Wettrüsten mit allen anderen Zahnbürstenherstellern. Ich habe mich durch das System Zahnbürste hindurchgedacht und versucht, mir jeden Schritt aus der dazugehörigen Perspektive vorzustellen. Als ich mir so meine Gedanken dazu gemacht habe, bin ich auf die Idee gekommen, wie es wohl aussehen würde, wenn ich in diesem System eine Variable ändern würde, also habe ich wieder von vorne begonnen, jedoch in der Annahme, dass gerade eine Weltwirtschaftskrise herrschen würde und die Produktionskosten einer Zanhbürste aufgrund der teuren Rohstoffe drei bis vier mal teurer wären. Dies würde sehr viel nach sich ziehen, unter anderem würden die Unternehmen wenig Geld zur Verfügung haben, da ihre Kunden nicht mehr die teuren Luxusprodukte kaufen, sondern die billigeren Handzahnbürsten verwenden würden. Dies würde dann zu einer Abnahme der Werbeintensität und folglich zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit führen. Dies wiederum senkt das Einkommen abermals, was sich dann mit der Zeit auf die Löhne der Angestellten, resp. deren Arbeitsplätze auswirken wird, doch zuvor wird das Unternehmen nicht rendierende Modelle vom Markt nehmen müssen, um Kosten einzusparen. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass im System ein Ungleichgewicht entsteht, welches nicht wieder rückgängig gemacht werden kann, selbst wenn sich die Wirtschaft und die Herstellungskosten wieder normalisieren würden.

Das Lustige an diesem Gedankengang ist, dass es aus wirtschaftlicher Sicht keine Rolle spielt, wie die einzelnen Akteure das Geschehen betrachten. Das Einzige worauf es ankommt sind die Entscheidungen, die man zur richtigen Zeit am richtigen Ort treffen muss.
Ich habe mir das selbe Beispiel weiter durchdacht und habe dabei ganz andere Variablen geändert, so habe ich zum Beispiel Streiks eingebaut oder ich habe eine gesetzlich verordnete Umweltsteuer erhoben usw. Es war zum Teil recht lustig dieses eine Beispiel aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und als Teil dieses Systems zu agieren.

Donnerstag, 5. März 2009

3. Auftrag: Was ist alles nötig, bis ich eine Banane geniessen darf?

Die Banane ist für mich ein wichtiges Konsumgut, welches ich fast täglich geniesse.

Um eine Banane zu geniessen muss ich nichts anderes tun, als in ein Lebensmittelgeschäft gehen und dafür bezahlen.

Doch wer hat da alles gearbeitet, bis ich die Banane im Laden kaufen kann?


Die Hauptexportländer der Banane sind Ecuador, Costa Rica, Panama, Nicaragua und Kolumbien. Die Banane ist die Hauptexportfrucht überhaupt. Sie wird in den obengenannten Ländern in riesigen Monokulturen angebaut.

Von den Plantagearbeitern und von Kleinbauern werden sie in ganzen Bündeln grün abgeerntet zu Verpackungsstationen gebracht, gewaschen und sortiert. Die Arbeit auf den Plantagen soll angeblich recht schwer sein. Oft müssen die Plantagearbeiter und Kleinbauern mehr als zwölf Stunden am Tag arbeiten.

Nach dem Sortieren werden die Bananen in Kartons verpackt, kommen dann auf die sogenannten Bananenfrachter und werden nach Europa transportiert.

Beim Transport ist es sehr wichtig, dass die Reifung der Bananen durch Kühlung an Bord unterbrochen wird. Ansonsten wären die Bananen schon braun bis sie, nach c. a. drei Wochen, in Europa ankommen.

Nach der Ankunft in Europa werden die Bananenfrachter von Arbeitern entladen. Die noch immer grünen Bananen werden anschliessend einige Tage in speziellen Reifekammern gelagert, damit die Reife einsetzt und die Bananen gelb werden.

Mit Farbtabellen werden sie dann von Fruchtkontrolleuren geprüft. Ist die gewünschte Farbe erreicht, werden sie auf LKW’s geladen und zu den Händlern und Supermärkten transportiert. Im Laden müssen die Bananen noch ins Gestell geräumt und von den Kassiererinnen und Kassieren verkauft werden.


In den ganzen Prozess sind viel mehr Menschen involviert, als man denkt. Doch wer verdient daran? Die Plantagearbeiter und Kleinbauern, die die härteste Arbeit verrichten, verdienen wie bei der Kakaoernte etc. am wenigsten.

Im M&U-Praktikum hatte ich mit den Kinder das Thema „Schokolade“ und u. a. den Fair Trade behandelt.

Wie beim Genuss der Schokolade, des Kaffes, der Bananen und noch vielem mehr ist es wichtig, dass man beim Kauf dieser Konsumgüter auf den Fair Trade achtet. Fair gehandelte Produkte kosten etwas mehr, jedoch wird dadurch garantiert, dass auch Plantagearbeiter und Kleinbauern zu fairen Löhnen arbeiten.

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat mich zur Erkenntnis gebracht, wie wichtig es ist, fair gehandelte Produkte zu kaufen.

Buch für die Bachelorarbeit

Diese Woche erhielt ich vom pädagogischen Institut endlich die langersehnte Literatur für die Bachelorarbeit. Das Buch liess sich nicht mehr bestellen, da es bereits vergriffen ist. Glücklicherweise konnte ich es im Bibliothekskatalog Zürich finden. Es ist schon praktisch, wenn man dafür nicht extra nach Zürich fahren muss, sondern bequem zu Hause auf das Buch warten kann.
Ein Klick im Internet genügte, um das Buch reservieren zu lassen und gleich per Postversand bestellen zu können.

Bereits 3 Arbeitstage später lag das Paket dann auch schon in meinem Briefkasten. Gegen ein kleines Entgelt von nur zehn Franken konnte sämtliche Literatur ausgeliehen werden. Es ist eigentlich schon selbstverständlich geworden, dass alles einwandfrei klappt. Darüber habe ich mir nun einige Gedanken gemacht und überlegte mir genau, wer alles bei diesem Auftrag beteiligt war und was alles dahinter steckte, dass dieses Paket in diesem tadellosen Zustand den Weg zu mir nach Hause fand:

Erstens bedarf es mehreren ICT-Zuständigen, welche das Suchportal der Bibliotheksseiten erstellen. Zudem sind sie dafür verantwortlich, dass die elektronische Datenverarbeitung die Daten sauber erfasst und an das Bibliothekspersonal weiterleitet oder es ihnen richtig anzeigt.
Zweitens stellt das Bibliotheksteam die bestellte Literatur zusammen und verpackt sie in passende Pakete und der Kurierdienst bringt sie anschliessend zur Poststelle in der Nähe oder am Ort der Bibliothek.
Die Angestellten der Post kontrollieren die richtige Frankierung und geben sämtliche Pakete am Abend der Lieferung zu einer der Distributionsbasen der schweizerischen Post mit. Dort wird das Paket ausgeladen und mit Hilfe von grossen Sortiermaschinen weitergeleitet. Per Lastwagen (vorgängig ev. mit Zug) findet das Paket schlussendlich den Weg in die Distributionszentrale in Berneck. Der Pöstler legt mir dann das Paket in den Briefkasten.
Der Weg ist also recht kompliziert und keineswegs selbstverständlich, denn insgesamt geht mein Paket sicherlich durch 5-6 Hände, bis es bei mir angelangt ist.

Mittwoch, 4. März 2009

Mein Kaffee

Was wäre ein Morgen ohne Kaffee? Ich stehe auf, schalte meine Kaffeemaschine ein, fülle den Kolben mit braunem Pulver und lasse mein liebstes Getränk aus der Maschine fliessen. Klingt recht simpel. Beim genauen Hinschauen ist es aber ein bisschen aufwändiger.

Die Reise meines Kaffees, dem Engagement Espresso von der Migros, begann in Zentral- und Südamerika und in Afrika. Dort wurden die reifen Früchte von Hand von den Sträuchern geerntet. Die Ernte findet ein Mal pro Jahr statt. Nördlich des Äquators zwischen September und Dezember, südlich des Äquators zwischen April und August. Die Ernte dauert bis zu 12 Wochen, da nicht alle Früchte gleichzeitig reif sind. Nach der Ernte wird das Fruchtfleisch von den Bohnen entfernt. Dies kann trocken oder nass geschehen. Nachdem die Bohnen noch sortiert wurden, ist der Rohkaffee fertig.

Damit der Kaffee sein bekanntes Aroma entfalten kann, müssen die Bohnen noch geröstet werden. Die Dauer der Röstung hat einen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. Nachdem der Kaffee geröstet wurde, wird er abgepackt und verkauft. Irgendwo dazwischen wurde der Kaffee aber noch nach Europa transportiert. Wann und wo die Röstung meines Kaffees stattgefunden hat, konnte ich leider nicht herausfinden.

Bereits jetzt waren viele Menschen in die Produktion der Bohnen involviert. Der Kaffee wurde in der Schweiz aber auch noch im Laden ins Gestell geräumt und von der Kassiererin verkauft. In diesen gesamten Prozess sind wiederum sehr viele Menschen involviert.

Wichtig war mir jedoch, den Weg des Kaffees und die Arbeitsschritte kennen zu lernen. Was mir dabei ins Auge gestochen ist, ist diese Darstellung der Zusammensetzung des Kaffeepreises.

44.9 % Steuern, Zölle, Frachtkosten
23.7% Einzelhandel
17.8% Händler und Röster
8.5% Plantagenbesitzer
5.1% Löhne der Arbeiter

Fast die Hälfte des Preises, den wir für Kaffee bezahlen, ist für Steuern, Zölle und Frachtkosten. Der Einzelhandel kommt aber auch relativ gut weg. Auch die Händler und die Röster erhalten ihren Teil. Den kleinsten Teil erhalten die Arbeiter, die den Kaffee ernten und sortieren, obwohl diese mit ihrer Arbeit einen sehr wichtigen Beitrag im Prozess leisten.

Diese Erkenntnisse unterstützen meinen Entscheid, nur noch Fair Trade Kaffee zu kaufen. Damit habe ich schon vor längerer Zeit begonnen. Die Stiftung Max Havelaar garantiert, dass die Arbeiter zu fairen Löhnen arbeiten. Ebenfalls legt die Stiftung Wert auf eine umweltschonende Produktion. Dies ist in der heutigen Zeit sehr wichtig.

Dienstag, 3. März 2009

Die Reise meiner Jeans!

Meine Jeans-Hose...Ein beliebtes Kleidungsstück, blau,bequem und mit fast allem kombinierbar und, dank H&M und Made in China, wie mir das kleine Zettelchen hinten am Hosenbund verrät, auch noch mit meinem Studentenbudget erschwinglich.
Doch, welchen Weg legt meine Jeans eigentlich zurück, vom Rohprodukt der Baumwolle, bis zum pfannenfertigen Produkt, welches ich schlussendlich aus dem Verkaufsregal ziehen kann?

Nach dem ich ein bisschen im Internet recherchiert habe, stiess auf die Seite www.e-globalisierung.org, die beschreibt, welche Etappen mein Kleidungsstück zurück legt.

Die Reise startet in Indien, wo die Baumwolle für meine Jeans angebaut und geerntet wird. Weiter gehts, in die 4800 km entfernte Türkei. Hier wird die Baumwolle zu Garn gesponnen. 15000 km weiter, in China, wird das Garn gefärbt. Zurück in Europa, in Polen, wird das Garn zu Stoff zusammengewoben. Für die Produktion von den Zusatzteilen, wie Nieten, Reisverschlüssen und Waschanleitungen reist mein Kleidungsstück weiter, z.B. nach Frankreich. Und schon werden weitere 42000 km zurückgelegt, in die Phillipinen, wo alle Kleidungsstücke und Zusatzteile schlussendlich zusammengenäht werden. Wenn meine Jeans noch richtig verwaschen aussehen soll, reist sie noch weiter nach Griechenland, wo ihr durch das Stonewashing den letzten Schliff verliehen wird. Und so legt die zum Schluss die letzten Kilometer zurück, in das Verkaufsregal vom H&M, aus dem ich sie schlussendlich ziehe, mit satten 54000 km zurückgelegtem Weg auf dem Kilometerzähler.

Ja, grundsätzlich bin ich hoch-erfreut, wenn ich eine Hose finde, die mir gefällt, sitzt und die ich mir dazu auch noch leisten kann! Gedanken darüber, welchen Weg diese Hosen, mit Zettelchen Made in Irgendwo jedoch bereits zurückgelegt haben, und was dies alles für die Umwelt und auch die Arbeiter und Arbeiterinnen in diesen Ländern bedeutet, habe ich mir jedoch noch nie gemacht. Wenn meine Jeans im Geschäft schlussendlich 69.90 Fr. kostet, wird der Baumwollbauer in Indien wahrscheinlich nicht mehr waaahnsinnig viel von diesem Betrag erhalten. Diese Internetseite hat mich sicherlich darauf aufmerksam gemacht, vermehrt auf die Zettelchen in der Innenseite meiner Kleidungsstücke zu achten. Ob ich jedoch wirklich nur noch Kleider kaufe, auf denen Made in Switzerland steht, ist fraglich...Für das liebe ich das Einkaufen im H&M und Co wahrscheinlich einfach zu sehr...!

Montag, 2. März 2009

Der lange Weg meiner Tageszeitung

In diesem Post beschäftige ich mich damit, welchen Weg meine Tageszeitung zurücklegt, bis sie bei mir jeweils früh Morgens im Briefkasten landet, respektive versuche ich zu rekonstruieren, welche Menschen an diesem Prozess beteiligt sind.



Um die Zeitung überhaupt drucken zu können, muss Papier hergestellt werden, dieses Papier besteht unter anderem aus Zellstoff, welcher aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen wird.



Die Aufgabe der Journalisten ist es, das Weltgeschehen aufmerksam zu verfolgen, bedeutende Vorkommnisse zu registrieren, Recherchen anzustellen und anschliessend anhand der gewonnen Daten und Erkenntnisse einen interessanten, lehrreichen und/oder aufwühlenden Artikel für die jeweilige Zeitung zu schreiben.



Sobald alle Berichte, Kolumnen, Inserate usw. für die Zeitung fertig geschrieben und überarbeitet sind, kommt die Zeitung in den Druck. Dazu sind modernste Maschinen und fleissige Arbeiter notwendig, welche vom frühen Abend bis in die späte Nacht hinein in der Druckerei arbeiten. So müssen hier Menschen und Maschinen eng zusammenarbeiten, damit die Zeitungen bis am Morgen fertig gedruckt sind.



Nun ist es die Aufgabe der Zeitungsverteiler/Innen die Zeitungen an den verschiedenen Haushalten zu verteilen. Damit alle Personen, welche die Zeitung abonniert haben, diese pünktlich in ihrem Briefkasten haben, müssen die Zeitungsverteiler/Innen sehr früh am Morgen mit ihrer Tour beginnen.



Nun ist es endlich soweit, dass ich meine Zeitung aus dem Briefkasten holen, und sie während meiner Kaffepause lesen kann.

Der Weg der Schokolade vom Kakaobaum bis in den Einkaufsladen

Die erste Station der Schokolade befindet sich in den Ländern rund um den Äquator auf den Kakaobäumen. Die Arbeiter der Kakaoplantagen ernten die Kakaofrüchte mit Macheten, schlagen die Früchte auf und lösen die Kerne daraus. Als Nächstes werden die Kerne mit dem Fruchtfleisch fermentiert, d.h. die Kerne werden mit Bananenblättern zugedeckt, bis das Fruchtfleisch vergärt ist und die Kerne braun geworden sind.

Schon bis zu diesem Stadium der Schokoladenverarbeitung ist viel Arbeit nötig, welche meist von barer Menschenhand erledigt wurden. Nach dem Trocknen werden die Bohnen werden in Säcke verpackt und in die Verarbeitungsländer verschifft.

In den Fabriken, in welchen die Bohnen zu Schokolade verarbeitet werden sind nicht nur die Kraft der Menschen, sondern auch ihr technisches Wissen und die maschinellen Helfer nötig. Als erster Schritt werden die Bohnen gereinigt, um nachher geröstet mit hoher Temperatur zu werden, verständlicherweise alles in Maschienen. Danach werden die Bohnen gemahlen, gepresst und schliesslich mit anderen Zutaten gemischt, um die verschiedenen Schokoladensorten zu erreichen. Nach einer Erfindung von Lindt wird die Schokoladenmasse nun conchiert, sie wird also in einer Maschiene ständig gerührt, bis die Schokolade sehr zart wird. Schliesslich wird die Schokolade durch Maschienen oder in speziellen Fällen von Hand in die richtige Form gebracht und eingepackt.

Aus der Fabrik wird die Schokolade mit grossen Laster abgeholt und in die Einkaufsorte gebracht. Dort werden sie von Einkaufspersonal empfohlen und verkauft.

Bis ich die Schokolade also essen kann, braucht es Arbeitskräfte aus dem Herkunftsort der Schokolade, in der Fabrik und in der Einkaufsmöglichkeit. Zur Unterstützung der Menschen haben kluge Köpfe Maschienen erschaffen, welche technisches Wissen erfordert und ebenfalls Arbeiter, die diese erstellen. Ausserdem benötigt die Verpackung Material, wobei Papier wohl das Häufigste ist. Dazu braucht es wiederum Holz. So wäre die Kette weit zurück zu führen…

Auftrag 3. Woche

Was ist alles nötig, bis ich in der Mensa mein Menu essen kann?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich vom Menu ab, ich möchte mit meinem Post nicht auf etwas bestimmtes eingehen, deshalb schreibe ich ihn allgemein.

Ich beginne bei den Rohstoffen, also z.B. Das Schwein fürs Kotellet oder das Getreide für die Teigwaren oder das Brot.

Die Rohstoffe müssen zuerst von einem Bauern angebaut werden. Hier laufen parallel Forschungen zum effizienten Anbau von Getreide (z.B. mithilfe von Genmanipulation). Das Ziel ist, einen möglichst ertragreichen Anbau zu betreiben.

Nach dem Anbau steht die Ernte an. Hierfür sind meistens Maschinen nötig, d.h. die Industrie (z.B. Erdölindustrie, Maschinenindustrie usw.) kommt hier ins Spiel. Der Endbenutzer dieser Maschinen ist immer noch der Bauer, aber auch der muss sie irgendwo beziehen, was Auslagen bedeutet, welche die Maschinen wieder amortisieren müssen.

Nach der Ernte müssen die Rohstoffe verarbeitet werden, hier kommt eine weitere Instanz hinzu, nämlich die Stelle, wo der Rohstoff für die Verarbeitung vorbereitet wird (z.B. der Schlachthof). Am Ende dieser Phase entsteht ein Zwischenprodukt, z.B. in Form von rohem Fleisch oder Mehl.

Diese Zwischenprodukte werden nun weiterverarbeitet, damit das Endprodukt hergestellt werden kann. Ein Teil wird in dieser Form bereits weiterverkauft, aus dem Rest entstehen die Endprodukte. Dies bedeutet, dass sie in die dazu notwendigen Anlagen gebracht werden müssen, was Transportkosten verursacht und die Umwelt belastet.

Nach der Verarbeitung brät mir der Mensakoch ein saftiges Steak und macht dazu die Teigwaren. Mit meiner Bezahlung bilde ich das letzte Glied in der Kette. Ich bezahle allerdings auch noch auf einer anderen Ebene, nämlich mit meinen Steuerbeiträgen. Damit werden die Direktzahlungen der Bauern finanziert, welche wiederum mein Essen anbauen.


Es ist also ersichtlich, dass diese Nahrungsmittel einen langen Weg hinter sich haben, bis sie dann endlich gegessen werden können. Dieser Weg verursacht die Kosten und bestimmt den Preis der Nahrungsmittel, welchen ich bezahlen muss. Was gerne vergessen wird, ist die Umweltbelastung, die dadurch verursacht wird. Um dem entgegenzuwirken, sind strengere Auflagen nötig, welche die Produktion zu erfüllen hat. Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert, da im Endeffekt die Bauern darunter leiden, wenn sie ihre Ware nicht verkaufen können.