Montag, 2. März 2009

Auftrag 3. Woche

Was ist alles nötig, bis ich in der Mensa mein Menu essen kann?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich vom Menu ab, ich möchte mit meinem Post nicht auf etwas bestimmtes eingehen, deshalb schreibe ich ihn allgemein.

Ich beginne bei den Rohstoffen, also z.B. Das Schwein fürs Kotellet oder das Getreide für die Teigwaren oder das Brot.

Die Rohstoffe müssen zuerst von einem Bauern angebaut werden. Hier laufen parallel Forschungen zum effizienten Anbau von Getreide (z.B. mithilfe von Genmanipulation). Das Ziel ist, einen möglichst ertragreichen Anbau zu betreiben.

Nach dem Anbau steht die Ernte an. Hierfür sind meistens Maschinen nötig, d.h. die Industrie (z.B. Erdölindustrie, Maschinenindustrie usw.) kommt hier ins Spiel. Der Endbenutzer dieser Maschinen ist immer noch der Bauer, aber auch der muss sie irgendwo beziehen, was Auslagen bedeutet, welche die Maschinen wieder amortisieren müssen.

Nach der Ernte müssen die Rohstoffe verarbeitet werden, hier kommt eine weitere Instanz hinzu, nämlich die Stelle, wo der Rohstoff für die Verarbeitung vorbereitet wird (z.B. der Schlachthof). Am Ende dieser Phase entsteht ein Zwischenprodukt, z.B. in Form von rohem Fleisch oder Mehl.

Diese Zwischenprodukte werden nun weiterverarbeitet, damit das Endprodukt hergestellt werden kann. Ein Teil wird in dieser Form bereits weiterverkauft, aus dem Rest entstehen die Endprodukte. Dies bedeutet, dass sie in die dazu notwendigen Anlagen gebracht werden müssen, was Transportkosten verursacht und die Umwelt belastet.

Nach der Verarbeitung brät mir der Mensakoch ein saftiges Steak und macht dazu die Teigwaren. Mit meiner Bezahlung bilde ich das letzte Glied in der Kette. Ich bezahle allerdings auch noch auf einer anderen Ebene, nämlich mit meinen Steuerbeiträgen. Damit werden die Direktzahlungen der Bauern finanziert, welche wiederum mein Essen anbauen.


Es ist also ersichtlich, dass diese Nahrungsmittel einen langen Weg hinter sich haben, bis sie dann endlich gegessen werden können. Dieser Weg verursacht die Kosten und bestimmt den Preis der Nahrungsmittel, welchen ich bezahlen muss. Was gerne vergessen wird, ist die Umweltbelastung, die dadurch verursacht wird. Um dem entgegenzuwirken, sind strengere Auflagen nötig, welche die Produktion zu erfüllen hat. Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert, da im Endeffekt die Bauern darunter leiden, wenn sie ihre Ware nicht verkaufen können.

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