Wie Moritz bereits geschrieben hatte, hängten wir unsere Post-it Notiz mit der Aufschrift "Achtsam wahrnehmen, achtsam leben" im WC auf. Zu Beginn war ich mir über den wirklichen Nutzen nicht sicher, doch im Verlaufe der Woche merkte ich plötzlich, wie oft ich dem Zettel doch begegnete.
So achtete ich nach dem Duschen explizit darauf, den Wasserhahn ganz zuzudrehen und ich duschte auch nicht ganz so lange wie an anderen Tagen. Zudem stellte ich das Wasser ab, während dem Einseifen. Wasser gehört für uns zu einem selbstverständlichen Gut und ich machte mir Gedanken wie es wäre, wenn uns Wasser nicht mehr so frei zur Verfügung stehen würde.
Im Bundeslager Contura 08 erlebte ich, was es heisst, zwei Wochen lang keine Dusche zur Verfügung zu haben. Wasser mussten wir uns jeweils an einer gemeinsamen Waschstelle besorgen. Obwohl es im Vergleich zu Entwicklungsländern immer noch sehr komfortabel war, stellte man den eigenen Wasserverbrauch trotzdem stark um, da man nicht ständig die körperlichen Mühen auf sich nehmen wollte, um das Wasser ins Lager schleppen zu müssen.
Es zeigte sich, dass es plötzlich sehr gut ging, mit deutlich weniger Wasser auszukommen.
Dies nahm ich mir aufgrund des Post-it Zettelchen diese Woche auch vermehrt vor und so achtete ich darauf, meinen Wasserverbrauch wieder etwas zu verringern.
Ich drehte beispielsweise den Wasserhahn beim Händewaschen nur sehr gering auf und stellte ihn während dem Rasieren und Zähneputzen sogar ganz ab.
Ich habe mir diese Woche wirklich nochmals klar bewusst gemacht, dass es mit einem geringeren Wasserverbrauch genauso gut geht, man muss nur wollen und sich dies immer wieder bewusst werden. Vielfach ist es bequemer den Wasserhahn einfach laufen zu lassen, doch wenn man daran denkt, dass es enorm viel Energie braucht um dieses "Abwasser" -was ja eigentlich gar nicht schmutzig ist- aufzubereiten, muss man sich schon hinterfragen. Man verliert ja durch Abschalten eigentlich kaum Zeit. Es ist lediglich das Umstellen von Gewohnheiten.
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Hoi Martin
AntwortenLöschenIch denke auch, dass wir sehr viel Wasser verschwenden und uns dies nicht einmal so richtig bewusst sind. Wir spülen die Toilette mit frischem und sauberem Wasser, wo andere tagtäglich um frisches Trinkwasser kämpfen müssen.
Ich finde es gut, dass du diese Woche darauf geachtet hast, nicht so viel Wasser zu verbrauchen, so hast du sicher schon, wenn auch im Kleinen, etwas dazu beigetragen, unserer Umwelt mehr Sorge zu tragen.