Die Post-It-Zettel mit der Aufschrift "achtsam wahrnehmen, achtsam leben!" habe ich auf alle wichtigen Lichtschalter in der Wohnung geklebt. Jedes Mal, wenn ich eine Lampe angezündet habe, wurde ich daran erinnert, dass ich achtsam mit der Natur umgehen muss.
Meine Familienmitglieder haben mich nach dieser Post-It-Zettel-Aktion ein bisschen komisch angeschaut. Wurden wir doch von unserer Mutter schon früh dazu erzogen, das Licht in einem Raum, den wir verliessen, zu löschen. Ich selber habe zu Beginn auch gedacht, die Post-Its würden wahrscheinlich nicht viel ändern, ich halte mich selber ja eigentlich für einen sehr nachhaltigen Menschen.
Doch im Verlaufe der Woche ist mir, und auch meiner Familie, durch die Zettel aufgefallen, dass wir doch nicht so konsequent die Lichter löschten, wie wir dachten. Da geht man mal kurz in die Küche und vergisst, das Licht im Zimmer zu löschen. Aus dem kurzen Gang in die Küche wird ein längerer Aufenthalt und das Licht im Zimmer brennt und brennt und brennt.
Ich habe dann begonnen, das Licht wirklich in jedem Raum, den ich verliess zu löschen. Mein Ziel war, dass wenn ich alleine zu Hause war, nur jeweils eine Lampe brannte. Das Ziel habe ich dann Ende Woche wirklich erreicht.
Aber nicht nur auf die Lampen habe ich durch diesen Auftrag mehr geachtet, sondern auch auf andere Elektrogeräte im Haushalt. Der Radio in der Küche zum Beispiel lief oft auch, wenn sich niemand dort befand. Oder man lässt den Wasserhahn laufen, obwohl man das Wasser gerade nicht braucht, wie zum Beispiel beim Zähneputzen. Auf diese Dinge werde ich in Zukunft sicher auch mehr achten.
Ich denke, der Auftrag war wirklich sinnvoll, da er mir mein eigenes Verhalten vor Augen geführt hat. Ich habe viel mehr Acht gegeben und meinen Stromverbrauch dadurch sicherlich reduziert. Auch meine Familie wurde auf positive Weise beeinflusst. Am Ende der Woche lachten sie dann nicht mehr über meine Post-It-Aktion. Sie verstanden dann, was ich damit bezwecken wollte und sahen auch, dass es notwendig gewesen war.
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