Als ich am Montag Nachmittag von der Schule nach Hause kam, habe ich mir überlegt, wo ich den Post - it Zettel mit der Aufschrift "achtsam wahrnehmen, achtsam werden" hinkleben soll. Schlussendlich entschied ich mich, ihn an die Wand hinter meinem Pult zu kleben, da dies der Ort ist, an dem ich mich Zu hause am meisten aufhalte.
Sobald ich den Zettel geschrieben und hingeklebt hatte, musste ich mich auch schon wieder auf den Weg machen. Mein Freund und ich wollten an diesem Abend ins Alpamare gehen. Während dem ich meine Sporttasche packte, streifte mein Blick den gelben Post - it Zettel. Da kam mir die Idee, den heutigen Besuch im Alpamare besonders aufmerksam und achtsam wahrzunehmen. Ich war gespannt, ob ich dabei neue Erkenntnisse und Eindrücke erfahren werde, obwohl ich schon seit meiner Kindheit ein bis zweimal im Jahr nach Pfäffikon ins Alpamare fahre.
Nach circa 15 Minuten Fahrt mit dem Auto, kamen wir auf dem Parkplatz vom Alpamare an. Ein kräftiger und eisig kalter Windstoss stiess uns entgegen. Im Gebäude angekommen, wurden wir zum Glück von einer warmen, angenehmen Lufttemperatur empfangen. Sogleich kam mir der Gedanke, wieviel Energie wohl notwendig ist, damit ein solcher Temperaturunterschied hergestellt werden kann. Nachdem wir uns umgezogen hatten, machten wir uns direkt auf den Weg in die Jod-Sole Therme. Auf einem Schild, das über dem Eingang hing, konnte ich lesen, dass die Wassertemperatur 36° beträgt. Dies ist eine enorm hohe Temperatur, vorallem wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Bad im Aussenbereich handelt. Währenddem ich durch das wunderbar angenehm warme Wasser ging, versuchte ich mir eine Vorstellung von der Energiemenge zu machen, die notwendig ist um das Wasser konstant auf dieser Temperatur zu halten.
In der Therme befanden sich circa 40 Personen, "wow, da kommen aber ganz schön viele Menschen an einem Tag zusammen", sagte ich zu meinem Freund. Damit die Wasserqualität trotzdem gewährleistet werden kann, ist es sicherlich notwendig, das Wasser jeden Tag gründlich zu reinigen. "Dazu ist nochmals eine grosse Portion an Energie notwendig", überlegte ich mir. Nach einem Rundgang durch die Therme, fanden wir einen Platz in einem Whirpool. Die Massagedüsen lockerten unsere Muskeln mit einem kräftigen Strahl. Und schon war er wieder da, mein Gedanke an den Energieverbrauch. Allein in der Jod-Sole Therme befinden sich circa 3 Whirlpoolanlagen und diverse Einzeldüsen. Damit diese betrieben werden können, muss nochmals ein enormer Energieaufwand geleistet werden.
Nachdem wir die Therme verliessen, war ich überwältigt davon, wie hoch der Energieverbrauch pro Tag wohl sein muss, um nur diesen einen Teil vom Alpamare betreiben zu können. Da kam mir der Eintrittspreis von 30.- plötzlich nicht mehr so hoch vor, wie es bis anhin der Fall war. Trotzdem lies mich der Gedanke an den Energieverbrauch im Alpamare nicht los. So recherchierte ich im Internet und stiess dabei auf die Homepage vom Alpamare. Hier konnte ich erfahren, dass der Energieverbrauch seit der Inbetriebnahme im Jahre 1977 stabil geblieben ist, obwohl das Alpamare um diverse Bahnen und Bäder erweitert wurde. Diese Tatsache hat mich sehr erfreut, weil die Betreiber entscheidende Investitionen in Rückgewinnungkomponenten nicht gescheut haben, und so einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.
Mittwoch, 11. März 2009
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Deinen Selbstversuch mit dem Alpamare finde ich super. Wie viel Energie und Chemikalien aufgewendet werden, um das Alpamara 'Menschen-tauglich' zu machen, ist schon enorm. Und jeder geht doch gerne ins Solebecken, oder nicht? Ich war überrascht als ich las, dass das Alpamare in die nachhaltige Entwicklung investiert. Das hätte ich nicht gedacht, denn gerade solche Fun-Parks sind doch nur auf Profit aus...
AntwortenLöschenHallo Gaby
AntwortenLöschenSuper, dass du bei deinem Gang ins Alpamare noch an die Umwelt gedacht hast. Ich rege mich auch jedes Mal auf, wenn ich dieses Wasserparadies besuche, da ich jedes Mal 30 Franken hinblättern muss. Doch dein Bericht zeigt schön auf, dass der Eintrittspreis wohl doch berechtigt ist. Interessant war auch zu vernehmen, dass das Alpamare versucht, seinen Energieverbrauch, trotz neuer Bahnen & Bäder, nicht zu erhöhen.
Hey Gaby
AntwortenLöschenEin Bad im Alpamare könnte ich jetzt eigentlich auch gut ertragen! ;-) Ich finde deine Gedanken sehr spannend und du hast ja sogar noch extra im Internet recherchiert.. Scheint dich also wirklich sehr beschäftigt zu haben. Es erstaunte mich sehr, dass der Energieverbrauch kaum gestiegen ist. Ich finde es allerdings auch richtig, dass bei der steigenden Konsumnachfrage auch der Nachhaltigkeitsaspekt berücksichtigt wird.
Hallo Gaby
AntwortenLöschenDie Heizleistung, die das Alpamare an den Tag legt ist schon riesig. Bist du z.B. schon einmal vom beheizten Becken ins kleine, unbeheizte hineingesprungen? Der Unterschied ist extrem. Ich glaube wir haben an der Kanti in Mathe oder Physik einmal ausgerechnet, wieviel Energie notwendig ist, um das Alpamare ein Jahr lang zu beheizen. Die Zahl weiss ich leider nicht mehr, aber sie war trotz allen Massnahmen sehr gross. Mich selbst hat es auch überrascht, dass das Alpamare solche Investitionen macht und versucht, die Umwelt nicht zusätzlich zu belasten.
Liebe Gaby
AntwortenLöschenAuch ich finde es erstaunlich, dass das Alpamare in die nachhaltige Entwicklung investiert und dass der Energieverbrauch trotz kontinuierlicher Vergrösserung der Anlage seit 1977 stabil geblieben ist.
Jedoch wäre es nachhaltiger, nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Alpamare zu fahren.:-)Mit dem Zug wäre es dann z.B. CO2-neutral. Es ist mir aber klar, dass man nicht immer genügend Zeit hat, um aufs Auto zu verzichten. Die 15-minütige Fahrt wird dann in deinem Fall schnell doppelt oder gar dreimal so lange dauern.
LG
Nina Vadas LG 06Cb