Freitag, 20. März 2009

Natur bei Nacht

Für mich ist es zu einem Ritual geworden, am Abend mit unserem Hund ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Für diesen Wochenauftrag habe ich deshalb auf diesen abendlichen Spaziergängen ganz besonders auf die Natur geachtet und versucht, sie mit allen meinen Sinnen zu erfassen.


Die Natur hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich. Wenn ich alleine draussen bin, kann ich sehr gut abschalten. In der Nacht ist diese beruhigende Wirkung noch viel stärker, da alles sehr still ist. Auf einem Nachtspaziergang sind aber nicht alle Sinne gleich stark angesprochen. Der Sehsinn ist in der Nacht zweitrangig. Man hört, riecht und fühlt dafür viel mehr. Auf meinen Spaziergängen höre ich den Wind, meine Schritte auf dem Boden, oder ganz leise im Hintergrund den Verkehr der Autobahn. Auch wenn man sich bewusst auf den Geruchssinn konzentriert, kann man viele Gerüche ausmachen. Beispielsweise konnte ich den nahe gelegenen Wald, oder das feuchte Gras riechen.

Wenn ich in der Natur bin, gibt mir das sehr viel. Es wird mir auch oft bewusst, dass ich selber nur ein kleiner Teil der Natur bin. Es gibt Momente und Orte, an denen ich die Natur mit viel Ehrfurcht betrachte. Ich vergesse nie die Grösse der Wälder in Kanada. Der Ausblick über Kilometer und Kilometer von Wäldern raubte mir damals den Atem. In solchen Situationen ist es aber auch wichtig, sich bewusst zu sein, dass man auch als kleiner Bestandteil der Natur Schaden zufügen kann.


Das ich mich mit der Natur sehr verbunden fühle, hat sicher auch einen Einfluss auf meine Einstellung zur Nachhaltigkeit. Ich könnte mir ein Leben ohne Natur nicht vorstellen. Darum tue ich auch viel, um sie zu schützen. Ein Beispiel dafür ist, dass ich versuche, möglichst nur Recyclingpapier zum Drucken zu gebrauchen, da für die Herstellung von Papier viele Bäume gefällt werden müssen. Auch bei anderen Dingen versuche ich immer die Natur im Hinterkopf zu behalten und auf sie zu achten. Denn ich möchte ja, dass auch die nächsten Generationen noch Freude an der schönen Natur haben können.

Spaziergang

Vorgestern unternahm ich einen Spaziergang durch Au. Zuerst schlenderte ich durch die Häuser, als es nacher durch Rebberge hindurchging. Später kam ich durch Wald und Felder. Sofort kamen Kindheitserinnerungen in mir hoch. Dort wo ich aufgewachsen bin, grenzte der Wald direkt an unser Haus und so verbrachte ich manche Stunden spielend im Wald. Es war eine sehr schöne Zeit; man baute Waldhütten, hütete dort Geheimnisse, spielte Verstecken, oder Tannzapfenschlachten. Dies sind nur einige der vielen Eindrücke, welche ich damals erleben und schätzen durfte. Auch an einem Bach kam ich vorbei, und wusste sofort, was ich da wohl als Kind getan hätte... Es ist ein spezielles Gefühl, sich an solche Kindheitsaktivitäten zurückzuerinnern und es erlaubt einem, sich ein wenig vom Alltag abzugrenzen.

Letztendlich war ich durch meinen Spaziergang in Walzenhausen angekommen, wo sich mir ein Bild vom Rheintal bot. Leider war die Sicht nicht so gut, so liessen sich "nur" die umgebenden Gemeinden erkennen.
Bald sah ich die Industriegebiete und wunderte mich, welche grosse Fläche diese Firmen für sich einnehmen und welche Emissionen daraus wohl entstehen würden. Immerhin fand ich doch noch einige grossen Flächen, die unbebaut waren. Diese Gedanken beschäftigten mich nur eine relativ kurze Zeit, denn plötzlich rückte der Bodensee in den Fokus meiner Interessen. Ich sah den Rhein und war sehr überrascht wie weit der Kanal bereits in den Bodensee hineinragte. Dies daher, da er sehr viel Geröll mit sich bringt und so wurde der Kanal künstlich verlängert, damit sich die Ablagerungen nicht alle an der Mündung ansetzen. Diese Thematik beschäftigte mich noch einige Zeit auf dem Rückweg durch den Wald und ich erinnerte mich an den Besuch der "Rheinschauen" im Rahmen der PHSG.
Bald war ich auch schon wieder zu Hause angelangt und war entspannt aber zugleich auch sehr müde. Es wurde mir wohl auch bewusst, dass nun wieder die Arbeit an der Bachelorarbeit auf mich wartete...

Ich bin sehr gerne in der Natur und so gehe ich nach arbeitsintensiven Sequenzen oft nach draussen, um mich zu erholen. Ich kann dort einfach entspannen und Abstand gewinnen. Das Beobachten der Naturgeschehen und das Hören von Klängen der Natur lösen bei mir eine innere Ruhe und ein gewisses Freiheitsgefühl aus. Was wäre, wenn der Gang in die Natur so nicht mehr möglich wäre? Ich möchte es mir gar nicht ausmalen!!

Donnerstag, 19. März 2009

5. Auftrag "Spaziergang im Menzlen-Wald"

Wenn ich zuhause bin, dann ergeben sich meine Tätigkeiten und Handlungen von alleine. Entweder räume ich auf, arbeite, lese oder esse etc. Selten tue ich etwas, dass ich nicht schon oft gemacht habe. Für gewöhnlich drehe ich meine Runden mit unserem Hund im komplett überbauten Wohn-Quartier. Selten schlagen wir aus Zeitgründen neue Wege ein.

Diese Woche nahm ich mir bewusst Zeit für einen ausgedehnten Spazier­gang mit unserem Hund im Wald, der oberhalb des „Schlössliquar­tiers“ in Bruggen (meinem Wohnort) liegt. Es ergab sich eine völlig andere Situation als zuhause oder bei den üblichen „Quartierrunden“. Im Wald konnte ich meine Hündin frei laufen lassen. Ihr Bewegungsdrang und ihre Freude am Herumstöbern nahmen mich gefangen. Ich versuchte ihr zu folgen und lief eine Weile, abseits der Wege, hinter ihr her. Allmählich ging mir die „Puste“ aus. Ich wurde langsamer, gelassener und begann die Geräusche um mich herum wahrzunehmen. Ich hörte keinen Autolärm, keine Baumaschinen, etc. Eben nichts, was ich für gewöhnlich auf Hundespaziergängen oder beim Weg zum Bahnhof höre. Vielmehr nahm ich raschelnde Blätter, Vogelgezwitscher, meine eigenen Schritte und die Geräusche, welche mein Hund machte, wahr. Die Vielfältigkeit der Geräusche und das Ungewohnte brachten mich dazu ganz genau hinzuhören. Mit den Gerüchen erging es mir ganz ähnlich. Die Vielfältigkeit der ungewohnten Düfte und Ausdünstungen war erstaunlich. Auch hier fesselte mich das Erfahrene und ich war auf’s Äusserste angespannt. Allmählich fand ich mich in der neu erfahrenen Umgebung besser zurecht, ermüdete aber gleichzeitig ein wenig. Ich wurde allmählich ganz ruhig und schritt langsam, ein gleichmässiges Geräusch erzeugend durch das Laub, das den Boden zu einem grossen Teil bedeckte. Ich dachte an gar nichts mehr, ich wusste nicht einmal mehr wo die Hündin war. Ab und zu meinte ich sie irgendwo zu hören. Ich fühlte mich zwar nicht eins mit dem Wald, aber ich spürte, dass ich mich an ihn anpasste. Ich war nicht hektisch, schweifte nicht mit den Gedanken herum und konzentrierte mich ganz auf die Geräusche und Gerüche. Den hektischen, gewohnten Alltag schien ich für einen Moment zu vergessen. Irgendwann gelang ich zu einem begangenen Weg und merkte, dass ich mich auf den Rückweg machen sollte, bevor es eindunkelte.

Es ist sicher ganz wichtig, dass es Aussenräume gibt, die nicht ganz vom Menschen gestaltet sind. Nur so können alle Menschen merken, wie sie sind bzw. wie sie sich von der Natur unterscheiden. Diese Erfahrungen dürfen auch unseren Nachfahren nicht verloren gehen. Dies ist nur möglich, wenn die "Natur" soweit als möglich geschützt oder sogar sich selber überlassen wird. Durch den Spaziergang im Wald ist mir das wieder einmal sehr bewusst geworden. Es ist wichtig, dass sich alle Menschen bewusst sind, dass möglichst naturnahe Aussenräume vor zu einschränkenden menschlichen Eingriffen bewahrt bleiben.

Dienstag, 17. März 2009

Natur in Rufi

Natur pur - für viele ein Luxus, für mich, hier in meinem 400-Seelen-Dörfchen, manchmal auch schon nerviger Alltag. Während andere nach knappen 5 Minuten Fussmarsch im Stadtzentrum sind, bringt mich der Regionalbus gerademal 1x in der Stunde ein bisschen näher in die Zivilisation. Aber wie gesagt, für viele ist diese ( zum Teil noch) unberührte Natur, wie iches hier in Rufi antreffen darf, purer Luxus und auch ich geniesse dann und wann die Schönheiten, die diesen grünen, unberührten Landschaften mit sich bringen. So war der Spaziergang für den dieswöchigen Blogauftrag auch nicht ein erstmaliges Erlebnis. Um zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu ordnen, gehe ich oft spazieren. So beschloss ich also auch diese Woche, meine übliche Spazier-Route zu wählen, diesmal aber jedoch mit dem Vorsatz, speziell auf die Natur zu achten und alles genau wahrzunehmen. Schon nach den ersten paar Metern bemerkte ich, wie wunderschön warm es in den letzten Tagen geworden war. Die wohltuende Frühlingswärme konnte endlich die Oberhand über die beissende Winterkälte gewinnen. Nachdem ich einige Meter des Weges zurückgelegt hatte, bemerkte ich, dass 3 Schafe auf der Weide neben mir grasten. Sie verbringen den Winter jeweils im Stall und sind erst wieder im Frühling auf dieser Wiese anzutreffen. Ein weiteres Zeichen für den nahenden Frühlingsbeginn. Ich fühlte mich gut. Die Luft war frisch und rein, mit jedem Atemzug, den ich einatmete, fühlte ich, wie mein Kopf klarer, und ich langsam ruhiger wurde. Die letzten Wochen waren sehr stressig. Die Bachelorarbeit sowie die Bewerbungssituation liessen in letzer Zeit kaum Raum für Ruhe und Erholung. Deshalb genoss ich diesen Spaziergang, der mir einmal Zeit zum abschalten ermöglichte, sehr. Nach einer Weile erreichte ich den kleinen Kiesweg, der an einem Bach entlang führte. Während ich dem Plätschern lauschte, sah ich plötzlich in der Ferne einen Fischreiher. Diese Vögel sind in dieser Gegend häufig anzutreffen, jedoch hatte ich schon lange keinen mehr während einem Spaziergang entdeckt. Der Kiesweg mündet in einen kleinen Wald. Langsam durchstreifte ich das Wäldchen und entdeckte bereits die ersten Knopsen, die überall zu spriessen beginnen.

Während des ganzen Spaziergangs begegnete ich nur 2 anderen Menschen. Dies sicherlich auch daher, da am Montagnachmittag um 2 Uhr viele Leute noch arbeiten müssen.

Spaziergänge dieser Art sind, in der heutigen Zeit und für viele Menschen, wie ich dies bereits zu Beginn erwähnt habe, ein Luxus geworden. Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich diese, beinahe unberührte Natur sozusagen noch vor der Haustüre auffinden kann. Nach dem Spaziergang fragte ich mich, wie lange wohl diese Gegend noch so völlig unberührt und unbebaut bleiben würde. Wird dieses Gebiet nach 10-20 Jahren ebenfalls verbaut sein? Werden meine Kinder, oder Grosskinder, auch noch die Möglichkeit haben, die Natur, in ihrer unberührten Form, geniessen zu können? Oder werden sie dafür bereits künstlich angebaute Parks und Zoos besuchen müssen?

Ausflug am frühen Morgen

Ich wohne in einem Haus, das unweit von einem Wald und zwei Weihern entfernt ist. Deshalb ist es naheliegend, dass mich mein Ausflug in dieses Gebiet führte.
So startete ich frühmorgens um 7.00 Uhr meine kleine Reise in die Natur. Kaum das wohlig warme Zuhause verlassen, stiess mir die kühle, erfrischende Morgenluft entgegen. Ausserdem vernahm ich, sehr zu meinem Erstaunen, das fröhliche Gezwitscher der Vögel. Ich freute mich riesig darüber, da dies ein Zeichen für den herannahenden Frühling ist. Nach circa 15 Minuten Fussmarsch kam ich bei den beiden Weihern am Waldrand an. Ich setzte mich dort auf eine Bank, und genoss den herrlichen Ausblick.
Währenddem ich auf der Bank sass und meinen Blick über die beiden Weiher schweifen lies, dachte ich an die Zeit zurück, in welcher ich als Kind hier spielte. Im Winter wenn die Weiher gefroren waren, ging ich hier mit unseren Eltern oft Schlittschuhlaufen, und im Sommer spielte ich mit meinen Freunden Verstecken.
Plötzlich war ich sehr erstaunt darüber, dass ich schon so lange nicht mehr in diesem bezaubernden Gebiet gewesen bin, obwohl ich hier viele schöne Momente erleben durfte.
Nachdem ich circa eine Stunde auf dieser Bank gesessen hatte, machte ich mich wieder auf den Nachhauseweg.
Zuhause angekommen fühlte ich mich so entspannt wie schon lange nicht mehr. Mir wurde nochmals deutlich bewusst, wie wertvoll ein Ausflug in die Natur für das persönliche Wohlbefinden ist, und wie sehr mir dies in letzter Zeit gefehlt hat. Ich nahm mir fest vor, dass ich auch in stressigen Zeiten, in denen ich manchmal vor lauter Bachelorarbeit den Wald nicht mehr sehe, pro Woche 1 – 2 mal einen Ausflug in die Natur unternehme. Ausserdem ist es mir ein Anliegen, dass ich meine Wertschätzung und Begeisterung für die Natur auch meinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern weitergeben kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie der Natur mehr Sorge tragen wenn sie diese zu schätzen wissen.

Begegnung mit der Linth

Um die Natur bewusst wahrzunehmen, bin ich der Linth, zwischen Benken und Schänis, entlang geschlendert.

Der erste Anblick war für mich erschreckend. Durch die nahende Linth – Melioration, wurden alle Bäume entlang des Dammes abgeholzt. Der Damm war kahl und braun, von der Erde. Dies widerstrebte meiner Erfahrung des grünen und strahlenden Erholungsgebietes der Linth. Ich kenne diesen Fluss seit meiner Kindheit und bin praktisch damit aufgewachsen. Die Linth war im Sommer ein Badezentrum und ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Wie wird die Linth im Sommer aussehen? Kann man darin baden? Wie lange dauert diese Phase des Umbauens? Wie wird es nachher aussehen? Wird es ein derartiges Paradies wie die Obrigkeit es versprechen?

Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass dieser mächtige Fluss in eine andere Bahn geleitet wird. Die Bilder zeigen eine Landschaft, welche ich nicht mit der Linth vergleichen kann. Wie schaffen es die Ökologen, diese Tierlandschaft herzustellen und wie bewegen sie die Tiere, sich in dieser Landschaft nieder zu lassen? Warten sie darauf, dass sie freiwillig kommen oder reissen sie die Tiere aus ihrem gewohnten Lebensraum und siedeln sie aus Menschenhand dort an?

Ich bin neugierig, wie lange die Natur braucht, um sich an die Änderung zu gewöhnen und sich vom Eingriff zu erholen. Die Bäume brauchen bestimmt lange Zeit, bis sie neu gewachsen sind. Ausserdem kann im Winter kaum gebaut werden, da der Boden zu kalt ist und im Schnee die Bedingungen erschwert sind. Zusätzlich kann ich mir immer noch kaum vorstellen, wie ein ganzer Fluss umgeleitet wird.

Diese Begegnung hat mir gezeigt, wie intensiv man mit der Natur verbunden fühlen kann. Die Linth ist für mich ein zweites zu Hause. Dort habe ich meine ersten Schwimm - Erfahrungen in offenem Gewässer gemacht. Die Renaturierung betrifft viele Leute im Umfeld und auch auf emotionaler Ebene. Die Bauern, die Dorfleute, aber auch die Fischer und viele mehr erleben den Fluss auf verschiedene Weise und müssen mit Verlusten rechnen, bis die Linth in neuer Form erscheint.

Dieser „Umbau“ der Linth gibt trotz Verluste einen grossen Teil zur Zukunft. Überflutungen werden verhindert, ein Freizeitzentrum wird gegründet und vieles mehr sind Aspekte, welche positive Effekte für die Menschen bringen. Ich freue mich auf die Neuerung.

Auftrag 5. Woche

Da ich zu Hause auf einem Bauernof lebe und arbeite bin ich sehr oft draussen in der Natur. Aufgrund der Arbeiten auf dem Hof und der Bachelorarbeit der PHSG war es mir nicht möglich einfach so eine Stunde in die Natur zu sitzen, um diese wahrzunehmen. Durch die Arbeit und die Wohnlage bin ich auch so oft in der Natur. Deshalb schildere ich hier meine Erfahrungen, die ich nun seit mehr als 13 Jahren immer wieder mache:

Meine Erfahrungen mit der Natur sind alle durchwegs positiv. Ich bin manchmal, v.a. in den Ferien, stundenlang Draussen und gehe über unsere Weiden oder durch unseren Wald. Obwohl ich dabei am Arbeiten bin, achte ich mich auf die Natur.
Im Winter findet man z.B. überall Spuren im sonst unberührten Schnee, dies weist darauf hin, dass wir viele wilde Tiere um unser Haus herum haben müssen (meist sind es Füchse, Dachse oder Krähen, manchmal auch Rehe, selten Kaninchen).
Im Sommer dagegen könnte man meinen, es sei eine komplett andere Welt. Schon alleine die Geräuschkulisse ist völlig anders. Im Winter hört man nämlich hauptsächlich die Krähen und nachts das Geschrei der Katzen, Füchse und Dachse. Im Frühling kommt nachts das Quaken der Frösche beim Biotop hinzu und tagsüber hört man die ersten Vögel. Gegen den Sommer hin könnte man meinen, dass jemand den Geräuschpegel jeden Tag ein wenig lauter stellt, bis er gegen den Spätsommer wieder abflacht und langsam wieder in die Winterpause zu gehen scheint.
Zu all dem kommen natürlich noch alle Düfte hinzu, die man, v.a. im Sommer wahrnehmen kann. Allerdings ist dies der Albtraum eines jeden Allergikers oder Allegikerin, denn in dieser Zeit lassen die umliegenden Bauern besonders nachts die Heubelüftungen laufen. Alles duftet nach frischem Heu, aber dafür fliegen auch überall Pollen umher. Auch der Duft von Lindenblüten oder Sommerflieder liegen in der Luft, ja selbst das Gras auf der Wiese kann man riechen. Es ist einfach wunderbar. Oftmals hört man Leute über den Geruch der Jauche ausrufen, wenn man aber einige Zeit auf dem Land lebt, so gewöhnt man sich daran. Ich würde diesen Geruch auch nicht als wohlriechend beschreiben=), doch ich muss mich auch nicht halbwegs übergeben, wenn ich ihn rieche.

Dies sind einige Gründe, weshalb ich gerne zu Hause auf dem Hof arbeite. Ich fühle mich dadurch mit der Natur verbunden und kann in und mit ihr agieren. Schon als Kind war ich gerne in der Natur.

Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat insofern mit diesem Bezug etwas zu tun, als dass ich meinen Kindern und Kindeskindern auch diese Erfahrungen ermöglichen will. Auch sie sollen die unverschmutzte Luft geniessen können und auf der unverseuchten Erde bedenkenlos spielen können.