Mittwoch, 25. Februar 2009

Nachhaltige Entwicklung im St. Galler Tagblatt - Auftrag Woche 9

Wohnhaus mit Energieüberschuss
In Bennau entsteht ein Mehrfamilienhaus, welches nach dem höchsten Minergie-Standard gebaut wird. Diese Art von Mehrfamilienhaus wird Plusenergie-MFH genannt, da es mehr Energie produziert, als es benötigt. Die überschüssige Energie wird in Form von Warmwasser und elektrischem Strom an die Nachbargebäude abgegeben. Den Architekten ist aber zudem wichtig, dass die Mietpreise im Normalbereich bleiben.
Die Umsetzung dieses Projekt benötigt ein besonderes Bau- und Energiekonzept: Auf dem Dach wird eine Photovoltatik-Anlage installiert, die Gebäudehülle ist hochwärmegedämmt, an der Südwestfassade werden Sonnenkollektoren installiert. Die Baukosten dieses Hauses sind aber nicht einmal 15 Prozent höher als bei einem gewöhnlichen Standardhaus.


Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für eine nachhaltige, ökologisch sinnvolle Bauweise. Es zeigt auf, dass heute die Technik vorhanden ist, Häuser zu bauen, die sich selber versorgen können und somit nicht auf Kraftwerke und Erdöl angewiesen sind. Auch dass die Kosten für ein solches Haus nur noch leicht über den Kosten für ein "normales" Haus liegen, stimmt zuversichtlich. Würden in Zukunft alle Wohnhäuser nach diesen Standards gebaut, könnte ein grosser Beitrag für eine nachhaltige Zukunft geleistet werden.
Quelle: St. Galler Tagblatt, Montag 23. Februar 2009

Windkraft im Wohnquartier
Daniel und Roman Bühler haben Rotorblätter für Windkraftwerke entwickelt, die lautlos drehen. Dies ist ein grosser Vorteil gegenüber den gewöhnlichen Rotorblättern, da diese nun auch in Wohnquartieren eingesetzt werden können. Auch ist für diese Anlagen keine exponierte Lage notwendig, die funktionieren auch mit wenig Wind. Der Preis für diese Windkraftwerke wird ungefähr gleich sein, wie jener einer Solaranlage. Sie kommen 2010 auf den Markt.

Auch dieser Artikel zeigt auf, dass heute Techniken bestehen, mit welchen man relativ einfach Öko-Strom gewinnen kann. Bisher konnten Windkraftwerke nur in exponierten Lagen, wie z.B. auf Hügeln oder weiten Ebenen installiert werden. Mit dieser neuen Technik kann man
die Windkraft aber auch in normalen Wohngebieten nutzen. So werden Hausbesitzer zunehmend unabhängig und können ihren eigenen Strom produzieren. Würde alle etwas in die Produktion von Öko-Strom investieren, könnte unsere Natur nachhaltig geschützt werden.
Quelle: St. Galler Tagblatt, Mittwoch 25. Februar 2009

1 Kommentar:

  1. Liebe Julia

    Ich habe auch über den Zeitungsausschnitt "Wohnhaus mit Energieüberschuss" geschrieben. Mir ist dieser Artikel am Montag direkt ins Auge geschossen. Ich dachte, dass das ja fast nicht möglich sein kann, dass man so tolle Häuser überhaupt bauen kann. Wieso ist man nicht schon vorher auf so etwas gekommen? Mir scheint es oft so, dass solche Projekte hinausgezögert werden, aus welchen Gründen auch immer. Klar, ein Problem ist sicherlich, dass die Kosten um fast 15 Prozent steigen, im Vergleich zum Bau eines "normalen" Hauses. Bedenken wir jedoch die stetige Verschlimmerung unserer Umwelt, dürfen wir uns doch über die Kosten (welche ja eigentlich gar nicht viel höher sind) keine grossen Gedanken machen.

    Liebe Grüsse

    Julia

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