1.Artikel:
(Quelle: www.tagblatt.ch, Datum: 25. Februar 2009)
Titel:
Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) soll eine Holding werden. Damit werden Stromproduktion, -verteilung und -handel von den Kapitalbeteiligungen getrennt.
Inhalt:
Der Artikel beschreibt, dass die neue SAK Holding AG neu 100 % Aktienkapital der der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG besitzt. Die Holding AG möchte in Zukunft regionale Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern stärker fördern. Zu diesem Zweck wird sie sich an zwei Holzheizkraftwerken beteiligen. Der Energieumsatz der Kraftwerke ist im letzten Jahr um 7,6 Prozent auf 2849 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Der Mehrverbrauch wird auf die «auf Hochtouren laufende Wirtschaft» zurückgeführt. Seit dem letzten halben Jahr sei als Folge der Wirtschaftskrise allerdings ein Rückgang spürbar.
Nachhaltigkeit:
Der Anstieg des Energieumsatzes zeigt, dass der Stromverbrauch auch im letzten Jahr angestiegen ist.
Grundsätzlich finde ich es lobenswert, dass die Holding AG Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern unterstützt. Nur frage ich mich, ob bei der Beteiligung wirklich der Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund steht, oder doch jener, des guten öffentlichen Ansehens?
2. Artikel:
(Quelle: www.nzz.ch, Datum: 25. Februar 2009)
Titel: Eine Rekordfahrt als Etappe auf einem viel längeren Weg)
Inhalt: Am 1. März sind 10 Jahre vergangen, seit Bertrand Piccard mit seinem Heissluftballon die Erde umkreist hat. Zehn Jahre danach interpretiert Piccard die Rekordfahrt als Etappe auf einem noch viel längeren Weg. Weiter beschreibt der Artikel, wie diese Rundfahrt das Weltbild von Piccard verändert und geprägt hatte: „Man gewinnt eine Ahnung von der Grösse der Natur und der Zerbrechlichkeit unseres Planeten und findet zu einer gewissen Bescheidenheit und zur Erkenntnis, dass Landesgrenzen, Rassen und Nationen letztlich bedeutungslos sind.“
Diese Rekordfahrt ermöglichte Piccard damals Sponsoren für den Bau eines Solarflugzeuges zu finden, mit dem er und sein Partner die Erde in mehreren Etappen ohne fossile Brennstoffe umkreisen wollen. Bertrand Piccard ist sich im Klaren darüber, dass sonnenenergiebetriebene Flugzeuge auf lange Zeit hinaus keine Alternative im kommerziellen Luftverkehr sein werden. Sein Ziel ist es damit die Menschen aufzurütteln und ihnen bewusst zu machen, dass es Alternativen zu den fossilen Brennstoffen gibt und dass dringend auf nachhaltige Energieträger umgestiegen werden muss um die Umwelt vor dem Kollaps zu bewahren.
Nachhaltigkeit:
Ich finde die Absicht von Bertrand Piccard, nämlich die Menschen auf die missliche Umweltsituation aufmerksam zu machen, sehr originell. Mit seinen aussergewöhnlichen Aktionen erreicht er ein grosses Publikum, viel mehr wahrscheinlich, als jemand, der zu einem öffentlichen Vortrag über die Umweltproblematik einlädt. Und auch wenn die kommerzielle Luftfahrt durch den Bau seines Flugzeuges wahrscheinlich nicht auf solarbetriebene Flugzeuge umstellen wird, ist es doch ein Hoffnungsschimmer und vielleicht auch ein Ansporn, weiter Forschung für erneuerbaren Energieträgern zu betreiben und darin zu investieren.
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Hallo Nadia
AntwortenLöschenIch finde den zweiten Artikel über Bertrand Piccard sehr interessant, da seine Methode, die Menschheit aufzurütteln aussergewöhnlich ist. Ich sehe darin allerdings zwei grössere Probleme. Das eine Problem ist, dass seine Aktion wahrscheinlich bei den Menschen ein einmaliges AHA-man-sollte-etwas-tun-Erlebnis hervorrufen wird. Dieses wird bei den meisten allerdings bereits nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit geraten. Al Gore hat ja selbst gesagt, er habe seinen Vortrag bereits 1000mal gehalten, doch ein Umdenken der Leute habe bislang noch nicht stattgefunden.
Das zweite Problem werden die Lobbys sein. Ich denke, dass vor allem in der Automobilbranche die Entwicklung alternativer Antriebe bereits sehr fortgeschritten wäre, würde sich nicht die Öllobby dagegen stellen. Dies wird wahrscheinlich auch bei der Luftfahrt und in anderen Bereichen so sein. Die Entwicklung könnte bereits viel weiter sein, würde sie von allen Seiten unterstützt werden.
Moritz Stocker LG06Ef
Hallo Nadia
AntwortenLöschenIch finden deinen Artikel über Bertrand Piccard ebenfalls sehr spannend. Vor allem seine Aussage: „Man gewinnt eine Ahnung von der Grösse der Natur und der Zerbrechlichkeit unseres Planeten und findet zu einer gewissen Bescheidenheit und zur Erkenntnis, dass Landesgrenzen, Rassen und Nationen letztlich bedeutungslos sind.“ faszniert mich und leuchtet mir ein. Wenn es um Nachhaltigkeit geht, müssen wir alle an einem Strang ziehen und uns gegenseitig unterstützen. Aber die Argumente von Moritz sind wirklich ein Problem, dass die verschiedenen Lobbys sich nur auf ihr Geschäft konzentrieren und die Entwicklung so zurückhalten. Trotzdem sind solche Aktionen, wie die von Piccard wichtig, um uns immer wieder wach zu rütteln und uns zu kleinen Aktionen zu animieren.
Seraina Schönenberger LG06Ef