Donnerstag, 19. Februar 2009

1. Auftrag

Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?
Mit meinem Lebensstil verbrauche ich laut Footprint-Rechner von WWF 2,5 Erden. Der Schweizer-Durchschnitt beträgt 2,9 Erden. Ich liege mit meinem Wert also im Bereich des Schweizer Durchschnitts. Mein Ergebnis laut CO2-Rechner (inkl. Konsum-Pauschale) beträgt 13, 4 t und liegt somit etwas über dem westeuropäischen Durchschnitt. Dieser Wert (laut CO2-Rechner) ist erstaunlich hoch ausgefallen. Denn ich benutze praktisch ausschlies¬slich öffentliche Verkehrsmittel und fliege nur sehr selten. Auch achte ich immer darauf, dass ich den Fernseher, Computer etc. nach Gebrauch ausschalte (nicht nur auf Stand-by), das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lasse, die Lichter nach Verlassen eines Raumes lösche, etc.. All das scheint jedoch nicht zu genügen. Das liegt wohl hauptsächlich an dem Haus meiner Eltern (keine Heizung mit Fernwärme aus Biomasse, kein Warmwasser mit Solarenergie und kaum Einsatz von Energiesparlampen) und dem eher seltenen Konsum von Bio-Produkten. Ev. könnte ich noch zugestehen, dass ich gelegentlich etwas zu lange dusche. Trotz allem erstaunt mich dieser hohe Wert des CO2-Rechners ziemlich.

Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?
Beim Footprint-Rechner von WWF liege ich etwas unter dem Schweizer Durchschnitt, wobei ich mit meinem Wert des CO2-Rechners über dem westeuropäischen Durchschnitt liege. Meine Resultate sind also ziemlich unterschiedlich ausgefallen. Der CO2-Rechner ist verglichen mit dem Footprint-Rechner viel differenzierter und komplexer. Beispielsweise erfasst der CO2-Rechner die eigene Wohnsituation viel genauer, als der Footprint-Rechner. Dies könnte also ein möglicher Grund für die unterschiedlichen Ergebnisse sein.
Ich persönlich kann mit den Resultaten des CO2-Rechners mehr anfangen. Denn er liefert nicht nur ein Ergebnis, sondern zeigt zusätzlich auf Grund der Szenario-Berechnung Massnahmen auf, wodurch man den eigenen CO2-Aus¬stoss nachhaltig verbessern kann. Der Footprint-Rechner von WWF hingegen sagt auf Grund des eigenen Lebensstils nur, wie viele Planeten man demnach bräuchte, um den Ressourcenverbrauch aller Erdbewohner nachhaltig zu decken.

Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?
Laut CO2-Rechner sollte ich erstens 10% des motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Verkehr verlegen. Weiter schlägt er mir vor auf Ökostrom umzusteigen (Heizung mit Fernwärme aus Biomasse, Warmwasser mit Solarenergie und Einsatz von Energiespar¬lampen). Zuletzt rät mir der CO2-Rechner weitgehend auf Bio-Produkte und auf saisonale Produkte umzusteigen.
Ich bin praktisch immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Ein Auto besitze ich keines und benutze das meiner Eltern nur sehr selten. Deshalb erstaunt es mich, dass ich gemäss CO2-Rechner 10% des motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Verkehr verlegen sollte. Natürlich könnte ich auch ausnahmslos öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Ein bis zwei Mal die Woche mit dem Auto unterwegs zu sein, sollte meiner Meinung nach jedoch „drin liegen“. Auf Ökostrom umzusteigen ist leider nicht möglich, da ich noch zuhause wohne und darüber nicht selbst entscheiden kann. Mehr Bio- und saisonale Produkte zu konsumieren scheint mir bis zu einem bestimmten Mass einleuchtend und auch gut realisierbar zu sein.

2 Kommentare:

  1. Hallo Nina
    Ich verstehe deine Reaktion auf den Vorschlag der Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs. Im Gegensatz zu dir brauche ich das Auto relativ oft und fahre praktisch nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Einerseits haben wir eine Fahrgemeinschaft für den Schulweg, zudem lege ich alle Wege in meiner Freizeit auch mit dem Auto zurück. Und siehe da, bei mir geben sie den genau gleichen Ratschlag. Reduzierung von 10% des motorisierten Individualverkehrs. :) Jetzt weiss ich nicht, machen sie diesen Vorschlag bei jedem einfach aus Prinzip, oder ist es so, dass dein Gebrauch einfach immer noch zu hoch ist (was allerdings schwer vorstellbar ist). Zudem müsste dann meine Reduzierung deutlich mehr als 10% sein. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass diese Ratschläge eine Möglichkeit zur Reduzierung ist und nicht für den optimalen Lebensstil.

    Katharina Keller, LG06e

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  2. Liebe Nina, Liebe Katharina,
    ich nehme mal an, dass es bei beiden Tests eine Reihe von Standardratschlägen gibt, die durch Zufallsgenerator angezeigt werden. Ich glaube, alles andere wäre zu kompliziert. Man muss sich auch bewußt sein, dass die Tests nur Annäherungen sind und in erster Linie zur Bewußtmachung dienen. Falls ihr Lust auf weitere Tests in der Art habt: es gibt auf www.energiesparcheck.at einen Test der speziell für Strom- und Gasverbrauch im Haushalt gestaltet ist. Ich habe den grad gemacht und finde ihn ziemlich interessant

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